14.12.2020 – 17:16 Uhr

Der morgige Neumond ist der letzte in diesem Jahr und er ist ganz besonders, denn er wird von einer Sonnenfinsternis begleitet. Diese ist zwar in unseren Breitengraden nicht sichtbar, jedoch sind es sehr intensive Energien, die auf uns wirken. Es ist wie eine Vorbereitung auf die nur wenige Tage später stattfindende Wintersonnenwende, zu der sich Jupiter und Saturn zum Beginn eines neuen Zyklus vereinen!

Die geschieht nur alle 20 Jahre und es ist eines der wichtigsten astrologischen Ereignisse dieses Jahres! Und ja, dieser Sonnenfinsternis-Neumond führt uns zu dem, was wir gelernt haben in diesem und in den vergangenen Jahren und gibt uns die Möglichkeit der tiefen Erkenntnis für unseren Weg in die Neue Zeit, denn Jupiter und Saturn befinden sich kurz vor ihrem Übergang in den Wassermann… in ein Neues Zeitalter, das bis 2040 andauern wird!

Ja, es geht zu diesem Neumond darum, aus diesen Erkenntnissen heraus unserer Seele die Möglichkeit zu geben, sich zu entfalten. Denn es ist dieses Licht, das aus uns selbst kommt, das die Dunkelheit erleuchtet, um unseren Weg zu sehen. Eine Finsternis ist immer auch ein Moment der Entscheidung… (und wir hatten 6 Finsternisse in diesem besonderen Jahr. Normalerweise sind es jährlich vier.)

Es geht um das Loslassen, einmal mehr… alte Ängste und Glaubensmuster, all das, was uns noch in der alten Zeit hält. Und nein, es ist nicht leicht, doch das Universum unterstützt uns und viele haben es in der letzten Zeit gespürt… schmerzhaft oft und von Tränen begleitet, wie einen Druck, der mehr und mehr zuzunehmen scheint… im Innen, wie im Außen.

Doch je mehr wir festhalten, je mehr wir jammern, uns beschweren, desto schwerer wird es… denn es geht darum, wirklich loszulassen… uns völlig hineinzugeben in das, was geschieht, im vollen Vertrauen. Ja, es IST wie eine Geburt, wie in Extase und auch beim Übergang in den Tod. Es ist der Weg ins Licht! Es ist Befreiung! Abschied und Neubeginn… Für uns selbst und für uns alle.

Ja, dieses ver rückte Jahr neigt sich nun dem Ende. Und das Licht wird geboren, wenn die Dunkelheit am größten ist… Das ist es, was zur Wintersonnenwende geschieht. Ein wahrhaft gigantisches Ereignis, das für uns alle eine riesengroße Chance ist! Immer mehr verändern und erhöhen sich die Energien, um unser Bewusstsein zu erweitern, uns vom Materiellen ins Geistige zu führen, zu transformieren.

Wir können gar nicht anders, als uns zu verändern, denn wir sind mit allem verbunden! Ein magischer Moment steht uns bevor, wenn Jupiter und Saturn zusammentreffen, dieses große Tor, das uns in eine neue Zeit führt. Vom Element Erde, das uns und diese Welt lange Zeit begleitet hat… hin zum Element Luft. Oh ja, der Wassermann hat einen freien Geist, den er durchzusetzen vermag.

Das Wassermann-Zeitalter ist es, in dem es nicht mehr um das Getrenntsein, den Einzelnen gehen wird, sondern um ein neues Miteinander… um das Mitgefühl mit allem, was lebt! Um die Rückkehr vom Ego… zur Seele! Natürlich stehen uns auf diesem Weg noch große Herausforderungen bevor, denn es ist ein Prozess, der die kommenden Jahre prägt, in dem nach und nach das Alte wegbricht, Lügen, Macht und Missbrauch aufgedeckt werden…

Systeme und Werte sich verändern, gesellschaftliche Strukturen… und in denen wir auch die Auswirkungen der Zerstörung der Natur und Ausbeutung unserer Mutter Erde deutlich spüren werden! Die Bedeutung der wachsenden Probleme im Zusammenhang mit Nahrung, Landwirtschaft, Biosphäre, Klimaveränderung und unserem Umgang mit den Tieren werden ins Bewusstsein gerückt, aber auch das Thema Geld und massive Verschuldung.

Oh ja, wir haben eine große Aufgabe vor uns, doch unsere Seelen haben sich das so ausgesucht, genau Hier und Jetzt dabei zu sein, um das Neue zu erschaffen, in dem es mehr und mehr um Information und Wissen geht, um Kommunikation, und letztendlich um die Veränderung des Menschseins!!! Wir können nicht mehr wegsehen… die Augen nicht mehr verschließen.

Also haben wir den Mut, unserer Seele zu folgen, in Liebe mitzuwirken und Verantwortung zu übernehmen, als Schöpfer für die neue Zeit! Frage dich ganz bewusst zu diesem Neumond: Was möchtest Du loslassen und verändern? Was ist Dein Weg? Visualisiere das Licht in dir, halte und bewahre es liebevoll, und dann lasse es nach außen leuchten, auf all das, was neu geboren wird… voller Hoffnung, Mut und Freude!

In diesem Sinne… Habt einen wundervollen Neumond ♥

(Sylvia Raßloff)

Es ist dunkel. Das kleine Mädchen steht mitten auf einem Feld, das aussieht, wie ein glitzerndes Meer aus Schnee… Alles ist in silbrig glänzendes Mondlicht getaucht, mit lauter funkelnden Eiskristallen, wie Diamanten, soweit das Auge reicht. Es ist kalt, aber es macht ihr nichts aus, obwohl sie gar nicht viel anhat. Staunend schaut sie sich um. Wie bin ich hierher gekommen?

Plötzlich hebt sich ein Schatten in etwas Entfernung vom Schneefeld ab… und je näher er kommt, kann sie es gar nicht glauben! Es ist ihr Hund!!! Ihr geliebter Hund, ihr bester Freund… den sie so vermisst hat, nach dem sie sich so sehr gesehnt hat… Vor ein paar Monaten war er gegangen… eingeschlafen, wie ihre Mutter sagt… „Er ist jetzt bei den Engeln!“ Auch wenn sie sich das seitdem immer vorzustellen versuchte, in ihrem Herzen blieb tiefe Traurigkeit zurück.

Und jetzt war er DA! Hier, bei ihr! Und sie laufen gemeinsam lachend über das Feld, bis ihnen die Puste ausgeht und sie sich einfach fallen lassen, mitten im Schnee. Ihr Herz klopft und will fast zerspringen vor Glück! Voller Freude nimmt sie ihren kleinen Hund in den Arm, kuschelt sich ganz nah an ihn heran. Sein weiches Fell fühlt sich so gut an! „Ich lass dich nie wieder los!“ flüstert sie atemlos.

Und er antwortet ihr, ja, sie kann es ganz deutlich hören… „Ich bin immer bei dir, auch wenn du mich nicht sehen kannst!“ „Aber warum tut es dann so weh? …Ich vermiss dich so!“ Tränen kullern über ihre Wangen… „Mama hat gesagt, wir holen einen neuen Hund… und zusammen haben wir auch schon in der Zeitung gesucht…“

„Du musst mich nicht suchen…“ Seine Stimme klingt ganz nah an ihrem Ohr und sie spürt die Wärme seines Körper an ihrer Seite. Fast hatte sie seinen Geruch vergessen… Seine Käsefüße, an denen sie so oft gerochen hat und kichern musste. „Wenn es soweit ist, wirst du es wissen. Du findest mich, einfach so. Höre auf dein Herz… bei allem, was dir begegnet. Wir werden uns wiederfinden!“

„Marie! Marie!!! Aufstehen! Du Langschläfer!“ Marie blinzelt. Ihre Mutter zieht den Rollo am Fenster neben ihrem Bett hoch. „Ich habe geträumt… “ „Ja, aber du musst in die Schule. Also los!“ „Am Wochenende gehen wir in die Stadt, noch ein paar Sachen für Weihnachten besorgen…“ redet ihre Mutter weiter, aber Marie ist in Gedanken ganz bei ihrem Traum, diesem wunderschönen. Sie möchte ihn festhalten, dieses Gefühl nicht verlieren.

Ein paar Tage später stapft sie gelangweilt neben ihrer Mutter durch Matsch und Salz am Straßenrand. Leute hetzen vorbei. Es fühlt sich so gar nicht weihnachtlich an. Ihre Mutter nimmt sie an die Hand, während sie eine Straße zu den Geschäften am Marktplatz überqueren. Plötzlich bleibt Marie stehen. Dort sitzt ein Mann… einfach so. Die Menschen beachten ihn nicht, während sie auf die Läden zuströmen. Als wäre er unsichtbar… Ihm muss bestimmt kalt sein, denkt sie.

Ihre Mutter zieht an ihrer Hand. „Komm weiter… Was ist los?“ „Der Mann…“ sagt Marie und nickt in seine Richtung… „Können wir ihm was geben?“ „Ach Marie! Das sind Bettler! Die machen das… um Mitleid… Da stecken… dahinter… hab ich letztens erst wieder gelesen…“ Marie hört gar nicht zu, während sie ihren Blick nicht von dem Mann abwenden kann. Er hat einen alten weiten grauen Mantel an. Neben ihm steht ein Teller mit ein paar Münzen drauf.

„Also gut!“ Ihre Mutter seufzt und es hört sich etwas genervt an, während sie ihr Portemonnaie aus den Tiefen ihrer Tasche kramt. „Da! Aber komm gleich wieder!“ Marie rennt ein Stück, doch kurz, bevor sie bei ihm ist, hält sie inne und läuft langsam auf ihn zu. Plötzlich ist sie schüchtern. Sein Gesicht ist ganz zerfurcht und er hat ganz viele Falten um die Augen, als er sie anlächelt. Hastig legt sie die zwei Euro auf den Teller. „Dankeschön! Und frohe Weihnachten!“ sagt er mit einer warmen Stimme.

Und dann, als sie sich schon fast wieder umwandte zum Gehen… „Engel begleiten dich… kleine Dame. Ich kann sie sehen.“ Überrascht schaut Marie zurück und mit einem Mal sieht sie… dass sich unter seinem Mantel etwas bewegt. „Ach, du Kerlchen. Bist du aufgewacht?“ Lachend holt er einen kleinen braunen Welpen hervor. Er setzt ihn auf den Boden und er tapst mit seinen wackeligen Beinchen auf sie zu…

Marie beugt sich runter „Hey, Hallo…“ Ihr Herz läuft über und sie streichelt und streichelt ihn und kann gar nicht mehr aufhören. Die Welt steht still um sie herum, bis der Mann liebevoll fragt… „Hast du auch einen Hund?“ „Nein, nicht mehr…“ Marie muss schlucken. „Ich habe den Kleinen gefunden. Er war auf der Straße, da, wo ich herkomme, mutterseelenallein…

Ganz verhungert war er und hat gefroren. Und so habe ich ihn mitgenommen.“ Eine Weile schweigt er und beide schauen nur den kleinen Hund an. „Ich kann mich eigentlich nicht um ihn kümmern, aber was will man machen… Ich konnte ihn ja nicht einfach dort lassen.“ Der Mann räuspert sich… „Ich würde ihn dir schenken… Ich weiß, er wird es bei dir gut haben… Und alles hat seinen Grund.“

Der Mann schaut hoch, als ob er in den Himmel sieht. Marie hatte gar nicht bemerkt, dass ihre Mutter inzwischen hinter ihr steht. „Mama?“ „Ja, also… Ich weiß nicht…“ Der Mann und ihre Mutter reden miteinander, aber Marie ist ganz versunken in ihren Hund, den sie inzwischen ganz fest in ihren Armen hält… „Ich lass dich nie wieder los…“

Zuhause angekommen, setzt sie ihn in ihrem Zimmer auf den Teppich. Schnurstracks läuft er unter ihr Bett… und kommt mit dem roten Spielzeug ihres Hundes im Mund wieder hervorgekrochen. Mein Gott, das hatte sie ganz vergessen! Sie hatte es dort ganz hinten versteckt, nachdem er gestorben war, wie all seine Sachen, weil sie immer weinen musste, wenn sie sie sah…

„Jetzt nicht mehr… weil Du bist ja da!“ Und sie spielen und reden den ganzen Tag! Marie kann gar nicht aufhören, ihn anzuschauen, ihren kleinen Hund… selbst als er schläft, liegt sie ganz leise neben ihm, um über ihn zu wachen. Irgendwann ist auch sie eingeschlafen. Am nächsten Morgen machen sich Marie und ihre Mutter nochmal auf den Weg in die Stadt…

„Wir haben ihm gar nicht richtig Danke gesagt!“ Es schneit und Maries Augen leuchten, weil sie sich so freut. Doch, als sie ankommen… ist der Platz leer. Der Mann ist nicht mehr da. Es wirkt, wie leergefegt, dort wo er saß… denkt Marie für einen kurzen Augenblick. Nachdenklich steht sie da und beobachtet den Schnee, der glitzernd auf das dunkelglänzende Pflaster fällt…

Vielleicht weil es ein Engel war…”

(Sylvia Raßloff)