Liebe Bonnie, heute wärst du 14 Jahre alt geworden… und heute möchte ich auch die Zeilen veröffentlichen, die mir dein Frauchen zu meiner letzten Tierkommunikation mit dir geschrieben hat… Als Nachruf und Erinnerung an eine ganz große Liebe und so wundervolle Seele <3 Isabell, ich sende euch eine feste Umarmung… Bin stolz auf dich!

„Liebe Sylvia,

endlich möchte ich Dir eine Rückmeldung zu Deinem Gespräch mit Bonnie geben. Ich war überwältigt, sprachlos, traurig, stolz, dankbar und voller Sehnsucht nach dieser so wundervollen Seele von Hund… Meine Seelengefährtin, sie ist so weise, ich bin zutiefst beeindruckt! Dein Gespräch mit ihr hat mich wirklich umgehauen… meine Bonnie, sie kennt mich, wie kein anderer, sie fühlt meine Zweifel, meine Sorgen, meine Ängste… es ist nicht zu beschreiben, aber sie war so viel mehr als „nur“ ein Hund! Wow, so eine alte, weise und liebevolle Seele. Ihre Worte tun mir so gut. Ich lese oft das Gespräch mit ihr, bin unendlich dankbar, dass genau Du Sylvia es warst, die mit Bonnie gesprochen hat! Du hast so viel Gutes in unserem Leben bewirkt, Dir werden wir auf ewig dankbar sein!

Ich bin so unheimlich berührt von Bonnies Liebe zu mir… Sie sieht so viel in mir, das ist einfach der Wahnsinn und ich fühle, dass sie recht hat, dass es meine Aufgabe ist, zu helfen, zu tragen und Großes zu tun. Nur muss ich anfangen, an mich zu glauben, es fällt mir so schwer, aber immer wenn ich anfange zu zweifeln, nehme ich ganz schnell Dein Gespräch mit Bonnie zur Hand, lese es, sauge es auf und weine natürlich… aus Dankbarkeit, vor Freude, aus Sehnsucht und vor Ehrfurcht. Wie können wir nur glauben, dass Tiere nur Tiere sind und uns nichts zu sagen haben? Bonnies Worte und Botschaften sind so weise, so tief, das hat bisher kein Mensch zu mir gesagt! Sie sind so viel mehr als „nur“ Tiere… Sie sind Wesen, die unsere Achtung und unseren ehrfürchtigen Respekt verdient haben! Ich bin so unendlich froh, dass ich mich getraut habe, Dich endlich um ein Gespräch mit ihr zu bitten, dass ich mutig war und diesen so wichtigen Schritt gehe: LOSLASSEN und VERTRAUEN.

Auch dass es richtig war, sie zu erlösen gibt mir unheimlich viel Frieden, keine Vorwürfe mehr, keine Zweifel… es gibt keinen perfekten Zeitpunkt… Ich bin so froh, dass sie im Kreise der Familie gehen konnte, dass wir alle dabei waren, uns von ihr verabschieden konnten, bevor sie eingeschlafen ist. Es war so wichtig. Nicht viele können das. Diese weise Seele, ich bin einfach sprachlos und vollkommen beeindruckt von ihrer Weisheit! Sie kennt mich so gut. Es ist erschreckend, sie kennt meine Träume, sie weiß, dass ich mit einem Auslandseinsatz immer so lange warten wollte, bis sie nicht mehr ist… es wäre ein Alptraum gewesen, wenn ich mich nicht von ihr verabschieden hätte können. Es ist alles gut so wie es ist… Sie macht mich so stolz! Ich habe geahnt, dass sie eine Menge zu sagen hat und dass sie verwundert war, dass ich bis jetzt noch nicht selbst Kontakt aufgenommen habe, überrascht mich ganz und gar nicht, denn auch ich kenne sie sehr genau diese kleine freche und fordernde Maus :-).

Ja ich zweifle, denke viel zu viel nach, mache mir im Vorfeld schon Sorgen, was alles passieren kann… Es fällt mir so schwer aus diesem Muster heraus zu treten, dabei hat Bonnie so recht, ich muss anfangen an mich zu glauben, mir vertrauen, meinem Bauchgefühl, auf mein Herz hören… mich nicht klein machen…mir nichts von anderen vorschreiben zu lassen, weil alle immer alles besser wissen… es ist sehr schwer. Und es kostet Mut, der mir leider immer wieder abhandenkommt. Dieses Gespräch war so unendlich wichtig für mich! Danke von Herzen liebe Sylvia, für Dich, Deine Gabe und Deinen Glauben an mich! Du hast mir immer Mut gemacht, warst für mich da, wenn ich nicht weiter wusste! Von ganzem Herzen DANKE! Du bist ein Geschenk für diese Welt und ich bin unendlich froh, dass ich Dich kennenlernen durfte!

Danke meine Puppi, dass du so lange an meiner Seite warst und dass du weiterhin auf mich aufpassen wirst! Der ältere Mann zum Abschied scheint mein Opa gewesen zu sein, wie schön, dass die 2 zusammen sind! Sylvia, wie soll ich Dir danken? Ich hoffe meine Worte bringen annähernd meine Dankbarkeit zum Ausdruck! Danke von Herzen für all das was Du tust und danke für Dich, für Deine Freundschaft, Dein offenes Ohr. So schön, Dich zu kennen! Ich umarme Dich ganz fest!

Liebe Grüße

Isabell“

„DANKE von Herzen liebe Sylvia! ♥ Für Dich, für das was du tust und für Deine Hilfe, wann immer sie gebraucht wurde. Ohne Dich hätten wir Bonnie bereits am 22.04.17 verloren!“

Danke von Herzen für diesen so schönen Kommentar zu meinem Text „Die Zeit für Tränen kommt früh genug…“ -> https://www.tiere-verstehen.com/die-zeit-fuer-traenen-kommt-frueh-genug/ und zu meiner Tierkommunikation und Heilreise für Merlin <3 Martina, du Liebe… Danke für dein/euer Vertrauen! Ja, Liebe wird aus Mut gemacht! Es ist so wichtig, für sie stark zu sein… und so viel es nur irgend geht das JETZT zu genießen…

„Liebste Sylvia, ja, Liebe wird aus Mut gemacht! Danke für diesen wundervollen Text und danke, dass du mir vor einiger Zeit die Augen geöffnet hast! Ich habe die Kurve gekriegt… Gott sei Dank und kann wieder mit Merlin lachen… und natürlich gehört auch die leise Wehmut dazu… aber die Zeit der Verzweiflung ist noch fern und er hat das Recht auf ein glückliches Alter. Auf seine Bedürfnisse eingehen… es geht nun alles etwas gemütlicher. Aber auch zu sehen, wie er wieder jung ist und sich selbst vergisst, wenn er mit seiner „Freundin “ buddelt und Blödsinn macht! Sylvia, danke, dass ich ihm das wieder schenken kann!“

… Wow ♥

Gerade wenn unsere Tiere älter werden, sich die ersten Gebrechen zeigen, sie einfach nicht mehr jung und gesund sind… ist es für die Menschen an ihrer Seite oft schwer… Schwer, damit umzugehen, zuzusehen, wie ihre Kräfte schwinden, jeden Tag ein kleines bisschen. Jede Woche, jeden Monat sehen wir zu, wie mehr und mehr für sie immer schwieriger wird… Aufstehen, Laufen, Springen geht nicht mehr… die Spaziergänge werden kürzer, die Beine schwer. Sie schlafen tiefer, länger, fester… träumen, sind ganz weit fort (wohl schon an diesem fernen Ort).

All das ist nicht leicht, ich weiß… und doch ist es so wichtig, für sie stark zu sein… einfach DA zu sein, besonders in dieser letzten und wichtigsten Zeit. Nein, nicht zu weinen und das, was unausweichlich kommt, schon Wochen und Monate zuvor vorwegzunehmen. Sie nur noch mit besorgtem Blick anzuschauen, uns sämtlicher Freude zu berauben… sondern zu lächeln und ihnen ihr Alter, ihre letzte und unsere gemeinsame Zeit so schön wie möglich zu machen… MIT allen Einschränkungen, denn sie und wir können es nun mal nicht ändern, auch wenn wir es gerne wollten.

Alt werden geht so! Das ist der natürliche Weg allen Lebens und es ist so wichtig, sie ruhig und sicher da durch zu begleiten! Für sie da zu sein und uns nicht selbst zu bemitleiden. Die Tränen runter zu schlucken und stark zu sein – und noch stärker, je schwächer sie werden… sie zu tragen, so wie sie uns getragen haben, ein Leben lang. Zu vertrauen und diesem natürlichen Vorgang keine Steine in den Weg zu legen, indem wir verzweifeln und hilflos sind. Wir können den Weg der Seelen nicht aufhalten… den wir alle irgendwann gehen.

Die Tiere spüren unsere Verzweiflung, sehen unsere Tränen… sie sind so tief mit uns verbunden – ja sie folgen unserer Energie – können sich nicht davon „trennen“, was in ihren geliebten Menschen vorgeht, sind verzweifelt, traurig und teilen unsere Angst. Sie können sich nicht anders entscheiden und einfach fröhlich zuversichtlich bleiben… wenn wir es nicht sind! Wir ziehen sie mit unserer Energie mit und oft machen sie sich mehr Sorgen um uns, als um sich… Es ist so schade, unsere letzte gemeinsame Zeit durch Tränen zu zerstören, sie traurig zu machen… ihnen das Altsein nicht zuzugestehen.

Sie haben doch viel weniger Zeit, zu leben und jeder Tag ist wichtig – auch das Alter, alt werden gehört dazu: Jede Minute, jede Stunde, die wir gemeinsam lachen oder uns zusammen still erinnern… jeder Moment, wo wir ihnen aufhelfen und sie stützen – ja, wenn auch mit einem Kloß im Hals ihre Gebrechlichkeit „übersehen“ – und anfangen, das Leuchten in ihren Augen zu sehen, wenn wir sie anlächeln, mit ihnen sprechen… den Stolz, wenn sie etwas trotz allem geschafft haben… und es gemeinsam genießen, einfach etwas langsamer zu gehen… oder einfach bei ihnen zu sitzen und ihnen beim Schlafen zuzusehen.

Es liegt an uns! Und so oft habe ich es erlebt, wie die Tiere wieder aufleben, sobald ihnen ihre Menschen Halt geben… wie dankbar sie genau dafür sind! Liebe wird aus Mut gemacht! Das ist ein Versprechen, das wir ihnen geben… und der Tod gehört zum Leben. Die Zeit mit unseren alten Tieren ist so unendlich wertvoll und wir sollten dankbar sein, sie erleben zu dürfen, denn Vielen ist sie nicht vergönnt. Es ist die Zeit der stillen Gespräche, der innigsten Augenblicke… und wenn wir ihnen zuhören, die Zeit, ihre unendliche Weisheit zu erfahren.

Genießt sie!… denn heute ist nicht der Tag… Genießt jeden einzelnen! Die Zeit für Tränen kommt früh genug! Ja, wir werden wachsen, auch wenn es das Schwerste von allem ist – unsere wichtigste Lernaufgabe im Leben – zu vertrauen… denn diesen Weg werden wir alle gehen… dass wir uns irgendwann wiedersehen.

(© Sylvia Raßloff)

Manchmal werde ich gefragt, warum Menschen ihre Tiere, nachdem sie gegangen sind, nicht mehr spüren können… nicht sehen, fühlen können… warum sie ihre Menschen nicht besuchen kommen – nicht mal in den Träumen, wie es immer gesagt wird – obwohl sie doch so sehr darauf warten und oft auch lange Zeit nicht mit dem Verlust zurecht kommen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, auch, weil ich nach dem letzten Seminar wieder darauf angesprochen wurde… ja, Tränen zum Vorschein kamen und ich spürte, dass der Verlust noch lange nicht verarbeitet ist.

Ich glaube, es liegt manchmal daran, dass wir den Schmerz nicht zulassen konnten, aus Angst, dass es zu weh tut… (und ja, das tut es, selbst körperlich) uns versperren, um uns zu schützen… zu schnell wieder stark sein wollten oder mussten… zum Alltag übergegangen sind – weil unser Umfeld das ja auch irgendwie von uns erwartet und oft auch kein Verständnis zeigt – ja, dass wir die Trauer nicht gänzlich ausgelebt/zugelassen haben, vielleicht… Der Abschied von einem geliebten Seelengefährten, der uns begleitet hat, ist das Schwerste überhaupt. So, wie die Tiere alles verändern, wenn sie in unser Leben kommen… so wird sich auch alles verändern, wenn sie gehen…

„Und du wirst nie wieder derselbe sein… mit jedem Tier, das dich begleitet und seinen eigenen Platz in deinem Herzen hat… “ Es ist so viel, was sie hinterlassen und was für immer bleibt. Doch du musst den Schmerz zulassen, so weh es anfangs auch tut… du musst durch die Trauer und die Tränen durch! Versperre dich nicht… aus Angst, es nicht auszuhalten… oder weil du meinst, stark sein zu müssen. Wir müssen den Schmerz zulassen… sonst berauben wir uns dem Wichtigsten, was wir haben… der Erinnerung! Sie ist die einzige Verbindung, die bleibt… das, was uns ihnen nahe bringt… die Bilder, das Erlebte, das Lachen… und unsere Liebe. Sie ist wie ein funkelndes Lichtband, das uns mit ihnen verbindet…

Wir sollten es nicht „wegsperren“ oder tief in uns vergraben, weil es so weh tut… denn mit den Erinnerungen können wir sie auch wieder sehen, können wir sie fühlen… sind sie DA… hier bei uns… und werden es immer sein! Sie sind Teil unseres Lebens!

(Sylvia Raßloff)

Ich sah gestern einen Film…

Ein Indianer, ein großer Mann mit langen schwarzen Haaren saß im Schneidersitz auf der bloßen Erde hinter seinem Haus. Tief in sich versunken schaut er mit leicht zusammengekniffenen Augen in die Ferne… über die kahle Ebene auf die schneebedeckten Berge. Ein eiskalter Wind weht… doch er sitzt regungslos, aufrecht, stolz… in seinen Gedanken, seinem Geist weit weg… weiter, als die Berge. Sein Gesicht ist vollkommen bemalt… eine Maske, ernst, mystisch und wunderschön. Ein guter Freund, der vorbeigekommen war, nähert sich langsam von hinten und setzt sich leise neben ihn. Ohne zu fragen schaut er ihn von der Seite an. Der Indianer sagt… „Ich habe mein Todesgesicht aufgelegt…“ Ja, er hatte sich auf den Tod vorbereitet… Er wollte gehen.

Sie sprachen eine Weile, wenige Worte, nicht mehr, als es unter Freunden braucht, um das Wichtigste zu sagen… und doch viel mehr zu fühlen. Dann schwiegen sie, schauten gemeinsam in die Ferne… Alles besprochen. Plötzlich sagt der Indianer in die entstandene Stille hinein… „Ich möchte einfach noch ein wenig hier sitzen…“ Er sah seinem Freund tief in die Augen… „Lass uns einfach noch eine Weile zusammen sitzen…“ und mich durchfuhr eine Gänsehaut bei diesen Worten… denn wie oft hatte ich genau diese in Gesprächen mit den Tieren gehört, die sich auf den Abschied vorbereiteten… wenn es darum ging, wann?… Wann ist es Zeit, wann möchten sie gehen, wann sind sie bereit?

„Lass uns einfach noch eine Weile zusammen sitzen…“ und nein, dieser einfache Satz ist kein Zeitpunkt, es ist kein Tag, kein Plan… doch ich fühlte immer dieses große Gefühl dahinter… diese uralte Bedeutung, deren sich die Tiere noch bewusst sind… „Lass uns einfach noch ein wenig zusammen sitzen…“ ist viel mehr als das… Es sind genau die stillen Gespräche, die so wichtig sind, bevor sie gehen… dieses stille Verstehen, einander zu fühlen, für eine Zeit… um uns gemeinsam zu erinnern, gemeinsam in Gedanken zu reisen… des anderen Energie zu spüren… um sie zu erkennen, wenn sie uns später besuchen… um zu wissen, dass sie immer da sein werden, um tief in uns zu fühlen, dass unser Geist und unsere Seelen vereint sind… während wir in die Ferne schweifen – ins Land der Seelen – gemeinsam in die Unendlichkeit…

Es ist so groß, was da passiert… und es gibt keine Zeit… nur das Gefühl… das Vertrauen in den Weg, den sie uns zeigen, um ganz tief in unseren Herzen zu spüren, dass es GUT ist… Dann sind sie bereit.

(Sylvia Raßloff)