Manchmal werde ich gefragt, warum Menschen ihre Tiere, nachdem sie gegangen sind, nicht mehr spüren können… nicht sehen, fühlen können… warum sie ihre Menschen nicht besuchen kommen – nicht mal in den Träumen, wie es immer gesagt wird – obwohl sie doch so sehr darauf warten und oft auch lange Zeit nicht mit dem Verlust zurecht kommen. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, auch, weil ich nach dem letzten Seminar wieder darauf angesprochen wurde… ja, Tränen zum Vorschein kamen und ich spürte, dass der Verlust noch lange nicht verarbeitet ist.

Ich glaube, es liegt manchmal daran, dass wir den Schmerz nicht zulassen konnten, aus Angst, dass es zu weh tut… (und ja, das tut es, selbst körperlich) uns versperren, um uns zu schützen… zu schnell wieder stark sein wollten oder mussten… zum Alltag übergegangen sind – weil unser Umfeld das ja auch irgendwie von uns erwartet und oft auch kein Verständnis zeigt – ja, dass wir die Trauer nicht gänzlich ausgelebt/zugelassen haben, vielleicht… Der Abschied von einem geliebten Seelengefährten, der uns begleitet hat, ist das Schwerste überhaupt. So, wie die Tiere alles verändern, wenn sie in unser Leben kommen… so wird sich auch alles verändern, wenn sie gehen…

„Und du wirst nie wieder derselbe sein… mit jedem Tier, das dich begleitet und seinen eigenen Platz in deinem Herzen hat… “ Es ist so viel, was sie hinterlassen und was für immer bleibt. Doch du musst den Schmerz zulassen, so weh es anfangs auch tut… du musst durch die Trauer und die Tränen durch! Versperre dich nicht… aus Angst, es nicht auszuhalten… oder weil du meinst, stark sein zu müssen. Wir müssen den Schmerz zulassen… sonst berauben wir uns dem Wichtigsten, was wir haben… der Erinnerung! Sie ist die einzige Verbindung, die bleibt… das, was uns ihnen nahe bringt… die Bilder, das Erlebte, das Lachen… und unsere Liebe. Sie ist wie ein funkelndes Lichtband, das uns mit ihnen verbindet…

Wir sollten es nicht „wegsperren“ oder tief in uns vergraben, weil es so weh tut… denn mit den Erinnerungen können wir sie auch wieder sehen, können wir sie fühlen… sind sie DA… hier bei uns… und werden es immer sein! Sie sind Teil unseres Lebens!

(Sylvia Raßloff)

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