Genau diese…

Meine Maus… Nicht mehr ganz sicher auf den Beinen… aber mit einem Lächeln… für mich… und dieser unglaublichen Fähigkeit der Tiere, mit nur einem Augenblick… einfach Alles zu sagen… Oh ja, wir können so viel von ihnen lernen… Sie nehmen jeden Tag, was das Leben ihnen gibt und machen das Beste draus… auch wenn es manchmal nicht leicht ist. Sie lehren uns… immer wieder – egal, was kommt – jede Sekunde, jede Minute als so wertvoll zu erachten, wie sie ist… ja, glücklich zu sein… solange wir die Möglichkeit dazu haben… (Und niemals zu vergessen… „Ich liebe dich!“ zu sagen…)

Filli

Ich wünsche euch schöne Pfingsten!!! Genießt die Zeit mit euren Lieben!

Oft begleite ich Tiere und ihre Menschen über lange Zeit und durch die Gespräche, Probleme und Geschichten, die dahinter stehen, entstehen Herzensverbindungen, die so nur über die Tiere möglich sind. Und ja, ich begleite sie eben auch dann, wenn der Abschied kommt, irgendwann… auf dem schwersten Weg von allem. Vor allem die Gespräche mit den verstorbenen Tieren können sehr viel Trost bringen, da Fragen geklärt werden können und Dinge gesagt, die ungesagt blieben. Danke von Herzen für diese so schöne Rückmeldung zu meiner berührenden Tierkommunikation mit Catush, wundervolle Seele

„Liebe Sylvia,

ich musste das erst einmal alles „sacken lassen“. Die Zeilen haben uns tief berührt und ich kann dir gar nicht sagen, wie oft ich sie in den letzten 10 Tagen gelesen habe!?

Es ist so wunderschön und doch zugleich kommen all die Erinnerungen bei diesen Worten hoch und die Tränen sind dann einfach nicht aufzuhalten. Aber es ist auch gut so… so spült es den letzten Rest Schmerz mit hinaus. Tushi fehlt uns allen sehr!!!!! Besonders schlimm ist es diese Woche, da Antonia nicht da ist und ich mit Bella allein bin, und abends wenn wir zwei dann oben im Bett liegen, wird uns immer bewusst, dass da jemand ganz Wichtiges fehlt… Auch wenn ich ihn noch vier Tage nach seinem Tod hab fühlen können, so werden seine Besuche doch kürzer und weniger.

Ja, das war genau mein Gefühl, als am Sonntagmorgen neben Tushi saß, als er seinen Körper bereits verlassen hatte… Ruhe und Frieden… es war zu spüren. Meine Tierheilpraktikerin, inzwischen auch eine Freundin von mir, sagte mir am Montag, dass sie Sonntag für Tushi eine Kerze angezündet hätte und in 20 Jahren bis jetzt nur einmal bei einem Tier so viel Ruhe und Frieden gespürt hat. Ja, es war alles gut so, wie es gekommen ist, genau richtig für uns!!!! Es war wirklich alles gesagt und alles getan und ich bin so glücklich und dankbar, wie es war, als Tushi gegangen ist, dass er nicht leiden musste. Und es war so wichtig für uns, besonders wohl für mich, dass ich dabei sein durfte.

Gefühle zeigen war nicht seins und Gefühlsdusselleien nun schon mal gar nicht. Ja, er konnte es oft nicht zeigen, aber wir alle wussten, wie groß sein Herz und seine unendliche Liebe war/ist. Ich bin so dankbar für alles! Für alles, was wir gemeinsam erlebt haben, lernen durften und für das, was uns immer verbindet. Und ja, auch wir sind mega stolz auf ihn und es stimmt, Toni ist eine ganz besondere Seele und auch Catush trägt einen sehr großen Anteil dazu bei, was aus ihr geworden ist, unsere Süße. Ja, so nenne ich sie immer 😊

Sylvia, mir fehlen wirklich die Worte und es wird wohl auch noch eine Weile dauern, bis ich diese wieder finde. Ich weiß, dass alles gesagt war und wusste, dass er seine Aufgabe zu mehr als 100% erfüllt hatte und dass alles gut so war! Dass dieser Tag bevorstand, habe ich schon länger gefühlt… Und trotzdem würde ich meine Nase so gern in sein Fell stecken, ihn ganz fest drücken und ihm einen Kuss geben…

Vielen Dank für alles und wir hören bald wieder voneinander!

Herzliche Grüße aus Kiel

Simone, Antonia und Little Bella“

Ja, wir sterben… jeden Tag, mit jedem Augenblick… ein kleines Stück. Doch die meisten leben so, als hätten sie noch einen Gutschein bereit… für einen „Nachschlag“… an Zeit. Nein, es geht nicht um Falten und Bindegewebe… Um den Blick in den Spiegel, vielleicht. Brauchen wir denn wirklich einen Weckruf, eine Diagnose… den Tod von jemandem, den wir lieben, um aufzuwachen und uns zu fragen… Wo ist die Zeit geblieben? Die Hand, die Pfote, die wir halten… den letzten Blick beim Abschied, der uns sagt: LEBE…! Die Diagnose steht, die haben wir bereits… das Leben IST tödlich, es gibt kein irgendwann… kein Aufschieben – kein bald oder vielleicht – weil es eben genau dann, wenn es uns dann passt, auch schon wieder vorbei sein kann.

Wenn uns bewusst wird, wieviel Zeit wir verschwendet haben… vergeudet, einfach „abgelebt“… großzügig verteilt, an Dinge, an Menschen, an Situationen, die wir eigentlich so gar nicht wollten. Wievieles von dem, was wir eigentlich „hätten – tun – sollten“… auf „später“ verschoben. Wie oft uns verleugnet, uns selbst oder anderen zuliebe verbogen. Wie oft JA gesagt, ohne es wahrhaft zu meinen… Wie oft Träume, Gefühle und Wünsche verdrängt, wie oft die Liste mit dem „Das machen wir dann mal…“ wieder nach hinten gehängt. Wie oft vergessen, uns selbst zu lieben… das Glück der anderen vor das eigene gestellt. Ist es nicht Zeit? Die Diagnose steht! Jetzt und so lange es noch geht… dieses Leben zu leben!

„Lebe!“ klingt es in mir nach… Dieses „Lebe!“ all derer, die keine Zeit mehr hatten… und der Moment, als mein Herz brach. Ja, unsere Tiere sind es, die uns das zeigen… jeden Tag. Viel zu lieben, schnell zu verzeihen, sich nicht zu verleugnen, nie zu lügen, immer und jetzt… Alles zu wollen, das Leben, das Lachen… und nichts auf SPÄTER zu verschieben! Ist es nicht Zeit, es ihnen nachzumachen? Ich weiß, dass sie sich das wünschen, wenn sie gehen… uns glücklich zu sehen! Dass wir all das leben, als wären sie noch da – all das, was wir von ihnen gelernt haben – bis wir uns wiedersehen. Dass sie dann stolz auf uns schauen – von irgendwo – und sagen „YES, endlich!“ mit einem Augenzwinkern, einem Lächeln… „Ja, genau so!“

Ist es nicht Zeit… wenn nicht jetzt, wann dann? Was ZU LEBEN betrifft, keine Kompromisse mehr einzugehen… und kein BlaBla. Ist es nicht Zeit, aufzustehen… Deine Musik aufzudrehen, dich zu zeigen… aus dem Karussell auszusteigen, solange man noch kann… endlich LOSZUGEHEN? „Sterben üben“… indem man LEBT… damit wir nicht irgendwann „plötzlich“ erkennen… es ist zu spät.

(Sylvia Raßloff)