Wow… Jetzt sitze ich hier (wieder mal) mit Tränen in den Augen… weil es sooo schön ist, so berührend… so wundervoll… bin sprachlos, wie immer, wenn ich so viel fühle… Es macht mich so wahnsinnig glücklich, helfen zu können, Menschen und Tieren… Es verändert sich so Viel… Danke von Herzen für diese berührenden Zeilen zu meiner Tierkommunikation mit Dino vor einiger Zeit… Danke für das Vertrauen

„Hallo liebe Sylvia,

es hat jetzt lange gedauert bis ich mich melde. Immer wenn ich schreiben wollte, war ich mir nicht sicher, ob ich für Sie jetzt die richtigen Worte finde.

Es ist alles gut geworden zwischen Dino und mir. Schon kurz nach Ihrer Kommunikation mit Dino und der Nachricht an mich hat sich ganz viel verändert!!!!! Ich habe Ihre Nachricht über Ihr Gespräch mit Dino immer und immer wieder gelesen und jedesmal Rotz und Wasser geheult. Sie waren sehr deutlich und gegen einiges wehrte ich mich zunächst und vieles konnte ich gleich annehmen. Mir wurde als erstes, obwohl ich es ja wusste, nochmal ganz schlimm bewusst, unter welchen Umständen Dino in seinen ersten 7 Monaten gelebt haben muss. Ihre Beschreibung war so treffend, dass er sich nie traute die Augen zuzumachen, weil er immer aufpassen musste. Genauso war er die ersten Wochen hier bei uns. Er konnte sich nicht entspannen und anfangs auch meine/unsere Liebe und die Hilfe, die wir ihm gaben, nicht annehmen. Seine Energie trieb ihn immer wieder hoch aus dem Schlaf, den Streicheleinheiten und allem, was er erleben durfte.

Ja…..es stimmt. Ich hatte Balu noch nicht losgelassen, aber ich habe Dino von Anfang an sehr geliebt. Ich denke heute mit dem, was wir erlebt haben und was Sie mir gesagt haben, dass ich so traurig war, weil ich glaubte, Dino kann mich nicht lieben und dabei dann Balu umso weniger loslassen konnte. Ja….ich habe Dino mit Balu verglichen und es waren am Anfang Welten zwischen den beiden…..das machte es für mich schwer. Und im Nachhinein gesehen war es wahrscheinlich noch nicht der richtige Zeitpunkt, mein Herz ganz zu öffnen und auch alle Schwierigkeiten, die es am Anfang gab in Kauf zu nehmen. Ja….. es stimmt, es gab in den Anfangszeiten oft den Gedanken, Dino ein anderes Zuhause zu suchen. Ich glaubte, er war nicht glücklich und das machte mich sehr unglücklich. Ich glaubte auch, ich habe nicht genug Kraft für solch einen energiegeladenen Hund. Ich hatte Angst, Fehler zu machen und jedesmal, wenn ich dachte, ich muss ein neues Zuhause für ihn suchen, Menschen die besser klarkommen, ging es mir sehr schlecht. Ich dachte immer wieder, es kann doch nicht sein, meinem Standpunkt untreu werden zu müssen, wenn eine Hundeseele zu mir findet, wird sie mich erst durch den Tod wieder verlassen…..

Nach Ihrer Nachricht habe ich mich an einem Abend zu Dino auf seine Decke gelegt und ihm alles gesagt, was mich bedrückt. Ich habe ihm gesagt, wie sehr ich ihn liebe und dass er es mir auch nicht leicht macht und es mir so leid tut, dass er spürt, vielleicht wieder gehen zu müssen und ich und mein Mann das nicht wollen. Ich habe geweint und wieder aufgehört und weitergeredet. Es hat mir so unendlich leid getan, um ihn, um seine Seele…..er lag ganz ruhig neben mir, hat mir zugehört und ganz zum Schluß hat er meinen Hals geleckt ganz lange……..es war so schön, ihn zu spüren und ich glaube, wir haben beide geweint……

Dann wurde es von Tag zu Tag besser. Dino schaute mich immer ganz lange an, wenn ich mit ihm redete, was er vorher gar nicht gemacht hat. In unserer Hundeschule (diesen Menschen dort bin ich sehr dankbar. Sie haben mir immer wieder Mut gemacht) bekamen wir die Rückmeldung, dass man sieht, wie sehr wir ein Team geworden sind…… Inzwischen darf und kann ich sagen, dass wir es geschafft haben. Wir drei sind ein tolles Team mit gaaanz viel Liebe! Dino ist angekommen zuhause! Wir sind sehr glücklich! Was ich daraus gelernt habe ist…..man braucht ganz viel Geduld für solch eine Seele, man darf nicht denken, dass sie froh sind, endlich hier bei uns zu sein. Viele können erstmal nicht vertrauen und dieses Vertrauen muss ganz langsam aufgebaut werden.

Dino….er ist so toll……ich bin soooooo dankbar, dass wir es geschafft haben!!! Liebe Sylvia….Sie haben uns sehr geholfen! Ich danke Ihnen von ganzem Herzen. Ich bin froh, dass ich den Mut hatte, Ihnen zu schreiben. Es hat uns gerettet……Danke

Dino und seine Menschen

P.S. Liebe Sylvia, danke für Ihre Emotionen… Ich habe auch geweint, als ich Ihnen heut geschrieben habe. Ich bin seeeeehr dankbar und glücklich! Wir waren grad in unserer Hundeschule und hatten ein wunderbares Training. Wir lernen jeden Tag dazu. Es ist so schön! Unsere Seelen haben sich gefunden! Gerne dürfen sie unsere Geschichte veröffentlichen. Es hilft anderen auch weiter. Ich lese die Erfahrungen anderer über Ihr Portal auch gerne! Ich wünsche Ihnen eine schöne gesunde Zeit und danke für alles ♡ Andrea und Dino“

„Liebe Sylvia, es ist soviel geschehen in den letzten Wochen bei Dino und bei und mit uns. Kein Fragezeichen mehr. …nicht mal mehr darüber nachdenken. Dinos Seele und unsere haben sich vereint.  Sie sind eine besondere Seele liebe Sylvia. Sie haben soviel bewegt. Ich danke Ihnen von ganzem ehrlichen Herzen. Ich wünsche Ihnen auch alles Glück der Welt. In Verbundenheit ♡♡ Andrea“

da kommt das Licht hinein…

Vielleicht brauchen wir diese Risse, um uns wirklich nah sein zu können… um zu erkennen, dass wir alle nicht perfekt sind… nicht starr, nicht kalt, nicht makellos… Diese kühle glänzende scheinbar vollkommene Oberflächlichkeit… an der wir abprallen und nicht ins Innere schauen können… an der wir irgendwann erfrieren würden, jeder für sich allein… wenn da nicht dieses Licht wäre… dieser kleine Spalt, der uns einander erst nahe sein lässt, uns erkennen lässt, dass wir nicht allein sind… der uns erlaubt, in des anderen Seele zu schauen. Wie froh bin ich über diese Risse. Es sind diese Risse, diese Wunden, die Narben, die Licht ins Dunkel bringen, um einander zu helfen… die uns wahre Freunde erkennen lassen und neue Chancen… die uns wahrhaft lieben lassen. Es sind diese Risse, die wir offenbaren und die uns menschlicher nie sein ließen… die die glatte Oberfläche durchdringen und Licht bringen. Nichts ist, wie es scheint und überall sind Risse, wenn etwas in Bewegung ist… Manchmal entstehen sie plötzlich, wenn etwas zu lange in eine Form gezwängt, festgehalten, unterdrückt wird – oder wir können sie dann erst sehen – weil es nicht mehr passt, sich verändern will… sich verändern muss. Manchmal tut es weh, verunsichert und wirbelt alles durcheinander, was vermeintlich vorher sicher war… Und dann ist da dieses Licht, erst nur durch einen schmalen Spalt erkennbar, aber wunderschön, verheißungsvoll scheint es hinein, möchte sich ausdehnen, alles durchdringen… und uns mitnehmen ins Unbekannte, ins Land unserer Träume… das wir nur durch die Risse in unserem Alltag und in unseren Seelen erkennen können. Das Licht ist Hoffnung, Veränderung, Freiheit, Mut… Es sind immer Risse, durch die wir das Licht sehen… die uns neue Wege und Möglichkeiten eröffnen… durch die wir uns finden, uns begegnen, um zu heilen… wenn wir den Mut haben, sie zu zeigen. Und es sind die Risse, die die Dinge oft so liebenswert machen… ihnen eine Geschichte geben… die zeigen, dass wir leben… dass wir Erinnerungen tragen, die Spuren hinterlassen haben… weil wir eine Vergangenheit haben – nicht makellos – und gerade deshalb so einzigartig… Weil sie uns zu dem machten, der wir heute sind!

Ich bin dankbar für all die Risse in meinem Leben, für die Narben, die Wunden auf meiner Seele, die mich lernen ließen und mich so unperfekt machen, wie wir alle nun mal sind… die uns unseren Weg und unsere wahren Freunde finden lassen… die Risse, durch die ich in andere Seelen schauen darf, um ihnen zu helfen… und um zu lieben… für die Risse in dieser Welt, die uns erkennen lassen, dass es Sicherheit und scheinbare Stabilität gar nicht gibt, dass alles sich verändert und wir Veränderung sind… dass wir verändern müssen, bevor alles zusammenbricht… und dass es immer Hoffnung gibt… denn auch in der dunkelsten Dunkelheit gibt es immer irgendwo ein Licht.“

(Sylvia Raßloff)

„Es ist ein Riss in allen Dingen… so kommt das Licht herein…“ Zitat aus einem der berührendsten Filme, den ich seit langem gesehen habe: „Mr. Morgan’s last Love“

Für Britta, Lupo & Xandra Für Nicole und CJ dessen Bild ich beim Schreiben immer vor Augen hatte… Für meine Freunde und für ganz viele wunderbare Menschen in meinem Leben… Man muss nicht perfekt sein, um geliebt zu werden… Es ist wichtig, sich selbst zu lieben…

Und hier möchte ich mit euch einen unglaublich berührenden Auszug (der mich zu Tränen rührte…) aus einer sehr persönlichen Rückmeldung zu meiner Tierkommunikation mit Xandra teilen… die ihre Schatten auf der Seele aus ihrer schlimmen Vergangenheit mitgebracht hat… Liebe Britta, den Text „Es ist ein Riss in allen Dingen… da kommt das Licht hinein…“ habe ich auch für euch geschrieben…

„Liebe Sylvia,

puh….ich habe Deine Mail schon mehrfach gelesen und weiß gar nicht so genau, wie ich beschreiben soll, was mir seit dem alles durch den Kopf geht. Schon als Du mir beim Basisseminar Deine Kommunikation mit Xandra vorgelesen hast, hatte ich den Gedanken: „Öh…beschreibt sie da Xandra oder mich??“ Und dann sagtest Du: „Sie spiegelt Dich.“ Ich war damals etwas irritiert. Konnte mir nicht erklären, warum und wie und welchen Anlass ich ihr gebe. Jetzt, nach der großen Kommunikation und all den Details, bin ich tief berührt. Wie Du Dir sicher denken kannst, kam mir diese Kommunikation sehr nah… und all die anderen Sachen, die Du über uns herausgefunden hast… Ich habe mich immer gefragt, warum Xandra zu mir gekommen ist. Dass es ist, weil wir den gleichen Schmerz tief in uns tragen…. (Als ich den Satz gelesen habe, dass Xandra denkt, sie wäre „hässlich“ und wie sie beschrieben hat, wie die Leute sie anschauen und wie unangenehm ihr das ist….es hat mir im Herzen weh getan und mir sind die Tränen gelaufen…)

Als ich Deine Mail durchgelesen hatte, war ich tief berührt. Xandra lag in ihrem Körbchen und hatte mich die ganze Zeit angeschaut. Ich sah sie an und wusste, dass sie weiß, dass ich Deine Mail gerade gelesen hatte. Am liebsten wäre ich zu ihr gegangen und hätte sie in den Arm genommen und meine Arme voller Liebe und Schutz um sie gelegt, aber genau das ist ja nichts für sie. Also bin ich zu ihr gegangen und sie ist sofort aus ihrem Körbchen aufgestanden (wollte ausweichen) und ich habe mich ruhig auf das große Hundekissen gesetzt, dass direkt vor ihrem Körbchen liegt. Ich habe sie ermuntert, sich zu mir zu legen und das hat sie auch getan. Natürlich ohne Körperkontakt. Sie hat sich auf Abstand auf das Kissen gelegt. Ich habe sie erst nicht angeschaut, sondern ihr den Abstand gelassen. Hab sie dann über das Köpfchen gestreichelt und dann vorsichtig angeschaut. Hab ihr gesagt, wie lieb ich sie habe und wie hübsch sie ist und da schaut sie mir ganz offen und mit einem ganz neuen Gesichtsausdruck direkt ins Gesicht. Den Kopf ganz aufrecht. Ganz offen von Angesicht zu Angesicht. Das hat sie so noch nie getan. Und ich streichele sie vorsichtig und sehr liebevoll und schaue sie an und sie mich und ich sage ihr, dass sie so wunderhübsch ist und sich nie, nie, niemals von irgendjemandem etwas anders sagen lassen soll. Ich spürte plötzlich, dass ich direkt zu ihrer Seele sprach. Ich sagte ihr, dass ihr Auge wunderschön ist, ihr Fell sooo weich und ihre kleinen zarten Pfoten so süß und wunderhübsch, dass sie ein ganz besonderer Hund ist und ich habe mich tief berührt bei ihr bedankt, dass sie auf mich aufpasst. Dass ihr wichtig ist, was mit mir ist…. Sylvia, das war so ein besonderer Moment. Sie hat mich die ganze Zeit ganz offen und ganz besonders angeschaut und ich habe zu ihr gesprochen und ich spürte, dass sie jedes Wort verstanden hat und dass ich sie erreicht habe. Ein sehr, sehr besonderer Moment…

Was hat sich seit dem verändert? Es gibt ein neues Verstehen zwischen Xandra und mir. Eine Weichheit. Eine Achtsamkeit, eine Dankbarkeit. All das war vorher auch, aber anders. Ich selbst fühle mich anders. Weicher. Irgendwie ist es so, als wenn nicht der Verstand in erster Linie alles durch analysiert, sondern das Herz geschehen lassen kann. Ich danke Dir aus tiefstem Herzen, liebe Sylvia. Was Du mit Deiner Gabe bewirkst, ist unbeschreiblich. Und an dieser Stelle möchte ich Dich um eine Heilreise für mich und auch für Xandra bitten. Ich glaube, Du weißt jetzt schon so viel von mir, dass ich Dir für meine Heilreise gar keine weiteren Infos mehr geben muss.

Ich umarme Dich inniglich!
Britta“

P.S. Beim Arzt haben wir ihr Blut abnehmen lassen für ein großes Blutbild. Du hattest ja auch von Druck in der Herzgegend gesprochen und ich habe das Herz extra abhören lassen und sie hat tatsächlich Herzgeräusche. Sie sagte, dass es nicht dramatisch und auch nicht dringend ist, aber dass wir innerhalb der nächsten drei Monate schon ein Herzultraschall machen sollten, damit wir abklären können, ob es schon Unterstützung braucht.“

„Lupo… für den ich diesen Text geschrieben habe… war eingesperrt, früher… in einem zu kleinen Käfig… irgendwo… ganz einsam… Er hatte lange Zeit Angst, in den Wald zu gehen… wie vor so Vielem. Er hat schwere körperliche Schäden davon getragen… irreparabel… die Sichtbaren… Die in der Seele sieht man nicht. (Eigentlich sollte er schon gar nicht mehr leben… so die Prognose der Ärzte.) Er hat so wundervolle Menschen gefunden, die ihn so angenommen haben, wie er ist… und er will LEBEN… will rennen, buddeln, spielen… immer voll aufs Ganze… Was kostet die Welt?… Will und wollte immer alles nachholen… „Ein ganzes Leben in jedem einzelnen Moment“… Jeder Tag… ein Geschenk… Die Luft, die Natur, die Freiheit… sich bewegen zu dürfen… Doch es wird immer schwerer… seine Beine zittern, sein Fuß schleift… seine Hüften kaputt… schon lange. Was mich dieser Kerl berührt… und seine Menschen, die für ihn kämpfen… die nicht aufgegeben haben… „Unser Weg… gemeinsam…“ egal, wie beschwerlich… oder was andere Leute sagen „Schau, wie der Hund zieht…“ Starke Menschen, gute Menschen… deren Namen nicht in Zeitungen stehen… Helden, die jeden Weg mit ihnen gehen… Egal, wie weit… und nicht wissend, wann er endet… aber die Herzen voll von so viel Liebe, wie sie nur diese geretteten Seelen geben können… Lupo … verletzliche Seele und liebevoller Chaot… Wir können so viel von euch lernen…“

(Sylvia Raßloff)

Ich möchte hier einfach noch ein paar Auszüge aus meiner Tierkommunikation mit Amour mit euch teilen… möchte das, was ich erlebe, so viel Gefühl, und wie wundervoll die Tiere sind… in die Welt hinaustragen… über die ganz besonderen Seelen aus dem Tierschutz… und ihre tiefe Liebe zu uns… wie sie sich fühlen hier in dieser „neuen Welt“… nach allem was sie erlebt haben. In den letzten Tagen hatte ich bereits über Amour geschrieben… und Viele von euch haben sich gewünscht, mehr von ihr zu erfahren… Ich glaub, ich war lange nicht so tief berührt, wie von diesem Gespräch und der Geschichte dahinter… und dieser einfachen Szene mit dem Mädchen, die wie selbstverständlich nach Hause kommt… Das ist es, warum ich das, was ich tue so liebe… und es sind die Menschen und Tiere, die ich im Herzen trage… tief verbunden…

„Es dauert eine ganze Weile, bis ich Bilder von Amour bekomme, um einen Eindruck zu erhalten, wie sie gelebt bzw. was sie erlebt hat… Sie zeigt mir kurze unzusammenhängende Bilder, wie Filmausschnitte, die aufblitzen und wieder weg sind… wie so oft, wenn es um die Vergangenheit der Tiere geht, die so viel Schlechtes erlebt haben… Als ich mich mit ihr verbunden habe wegen ihrer Körpergefühle und ihrem Bein/Fuß sehe ich Bahnschienen ganz nah. Sie überquert diese, oft. Hin und her, wie mir scheint. Auf der einen Seite der Schienen ist Natur, auf der anderen stehen Häuser/eher Hütten… Alles wirkt dunkel, düster, dreckig, wie in einem alten schwarz/weiß Film oder vergilbten Fotos. Niedrige, dunkle, kleine Hütten sind es, wie verrußt schauen sie aus, als ob hier gearbeitet wird, Arbeiter? wohnen. Unaufgeräumt, dreckig, staubig… Hier wechselt sie immer die Schienen, zu den Häusern, so scheint es, um nach Essbarem/Müll zu suchen. Versteckt sich, lebt aber ansonsten in der Natur gegenüber. Da sie mir in Bezug auf ihr Bein/ihren Fuß, ihre Verletzung die Schienen gezeigt hat, kann es sein, dass sie sich genau hier verletzt hat, eingequetscht? hängen geblieben? Sie zeigt es mir nicht und ich will das Trauma auch nicht wieder „hervorholen“ in ihr…

Ich höre nur einen Zug. Dieses ratternde Geräusch und lautes Hupen. Dann sehe ich sie humpeln… Sie ist verletzt. Wieder über die Bahnschienen schleppt sie sich… Es ist Blut, und ich sehe rohes Fleisch (abgestorben? dunkel) am Fuß… Es fehlt ein Stück? Menschen, Männer stehen da und zeigen auf sie. Sie haben dunkle Haare und auch so verrußte, schmutzige abgewetzte Kleidung. Sie werfen mit Steinen nach ihr, um sie zu vertreiben… Sie verkriecht sich. Ich sehe ein Blätterdach über ihr… Regen tropft herunter… Sie leckt ihr Bein… Mein Magen knurrt in diesem Moment. Sie möchte sich nur noch verkriechen… sterben. Ihre Augen sind groß… und leer. Ich spüre ihre Rippen unter ihrem stumpfen Fell… und immer wieder leckt sie sich ihr Bein… kommt nicht zur Ruhe. Nachts humpelt sie mit letzter Kraft über die Schienen… hin zu den „bösen Menschen“, nur, um irgendwas zu essen zu finden. Dann bleibt es dunkel. Kurz sehe ich sie in einem Gitter, einer Box, nur ihre großen, verängstigten Augen… als sei sie eingefangen worden…

Nach diesen Bildern und der Erinnerung bin ich einfach eine Weile still bei Amour, um sie zu trösten und nach einer Weile wird sie ruhiger… atmet ruhiger nach und nach, und dann einmal ganz tief, weil das alles jetzt vorbei ist… sie jetzt ein Zuhause hat… eingehüllt in Sicherheit und Geborgenheit und Liebe ist… und ich glaube, es hat ihr sehr gut getan, mir ihre Geschichte zu zeigen. „Es ist vorbei…“

Amour hat eine unglaublich tiefe Verbindung zu dir. Sie schaut dir mitten in die Seele und dich oft sehr lange an… Tief in deine Augen. Es ist Dankbarkeit und so viel Liebe darin. Du hast sie gerettet, hast sie angenommen, so, wie sie ist. Nein, sie wusste nicht, dass es sowas gibt, erzählt sie mir… Sie hat nicht gewusst, dass Menschen gut sind und hat lange Zeit noch von früher geträumt… hatte Angst, wenn sie aufwacht, dass sie wieder in ihrer Kuhle liegt unter dem feuchten Blätterdach und manchmal erinnert sie das Gefühl in ihrem Bein noch daran, erzählt sie mir. Sie ist eine Stille, ganz sensible Seele, die am Anfang einfach nur geschaut, ja oft gestaunt hat von einem sicheren Platz aus alles beobachtet, wie in einem Film. Sie konnte das alles noch gar nicht glauben… im Haus zu sein und weiche Liegeplätze zu haben… die sie sich auch anfangs noch gar nicht traute, richtig anzunehmen… Legte sich einfach auf den Boden. Nein, sie hat das alles nicht kennengelernt und auch nicht dieses unbeschwert… einfach glücklich sein. Spielen… Das hatte sie nicht mal in ihrer Kindheit und selbst heute erschrickt sie sich manchmal noch vor sich selbst, in den Momenten, wo sie einfach nur Lebensfreude spürt, wo sie lachen möchte, weil sie glücklich ist. Es sind immer noch viel zu wenige… Sie liebt es, zuhause zu sein, erzählt sie mir und ich sehe einen Holzboden und eine helle Tür zu einem Zimmer, die sich öffnet und ein Mädchen kommt herein, wie von der Schule…

„Zuhause“… was für ein Wort… Es bedeutet ihr so viel… Ein Rückzugsort, an dem man sich wohl und geborgen und sicher fühlen kann… den du ihr geschenkt hast. Anfangs war das ganz „komisch“ erzählt sie mir… und es war, als wenn sie immer fragte… „Darf ich das?“ „Ist das jetzt wirklich meins?“ Nein, sie mag keine Fremden und auch nicht, wenn sich zuhause etwas ändert… „keine Eindringlinge“ in ihr so wundervolles Reich. Ich sehe, wie sie auf Geräusche horcht, die von draußen kommen, immer noch nicht ganz bzw. nicht leicht abschalten/entspannen kann. Immer noch nicht…

Amour ist schnell gestresst, wenn etwas anders ist und bekommt dann diesen Tunnelblick, dieses Hecheln, draußen, unterwegs… fühlt sich oft nicht sicher und möchte raus aus der Situation, zeigt sie mir. Es sind so viele Dinge, die sie noch ängstigen… Laute Geräusche, Fahrzeuge, große, an einer Straße zu gehen, wo viel Verkehr ist, aber auch alles, was hinter ihr ist und sie scheinbar „verfolgt“ macht ihr Angst und sie zeigt mir, wie sie sich dauernd umdreht beim Laufen. Laute knatternde Geräusche, wie von einer Maschine oder wenn es plötzlich knallt. Auch Dunkelheit, da fühlt sie sich gar nicht sicher draußen. Ihr Essen isst sie sehr schnell, zeigt sie mir und selbst hier hat sie ihre Aufmerksamkeit mehr um sich herum… „muss aufpassen“ und ich sehe ihre Ohren nach hinten, den hektischen Blick über den Rand des Futternapfes… Sie zeigt mir eine Schere, ich weiß nicht, warum… vielleicht von einer OP oder Behandlung?… eine silberne Schere und auch hier habe ich Gänsehaut bei dem Geräusch, wie sie schneidet, zuschnappt, die Schere… ja, weh tut… Erinnerung…

Und Menschen, Menschen machen ihr Angst… Männer, vor allem die Blicke, wenn sie auf sie gerichtet sind, bekomme ich dieses frösteln, diese Steifheit, Kälte in ihr drin und dieses Zurückgehen… Dunkle Gestalten, einzelne Personen, die auf euch zukommen oder Menschen, die sie einfach nur anschauen… („entdecken“… wie früher, wenn plötzlich ein Blick auf sie gerichtet war). Manchmal sind es auch Kinder, laute, schreiende Kinder. Manchmal ist es nur ein Geräusch, eine Begegnung, eine Bewegung… Veränderung, ein Blick, eine Gestalt… die sie in die Vergangenheit zurückführen… Ganz plötzlich ist sie dann wieder da und möchte weg, weg aus der Situation, flüchten, sich in Sicherheit bringen… Nein, unbeschwert ist sie draußen nicht, aber das war ja auch früher überlebenswichtig… sagt sie. Sie fühlt sich auch nicht wohl, wenn fremde Hunde zu schnell auf sie zukommen. „Hunde sind nicht immer gut…“ sagt sie… auch wenn sie Hundefreunde hat inzwischen. Ich sehe einen dunklen Hund mit etwas weiß im Gesicht, mittelgroß… Der ist unbeschwert, ihr Freund, (in der Familie?) und hat ihr viel geholfen, weil sie sich viel abgeschaut hat. „Zusammen ist das schöner.“ Vor allem draußen fühlt sie sich dann irgendwie sicherer.

Und wieder bist da du, die sie mir zeigt… dein großes Herz, deine Wärme, dein Verständnis… Sie schwärmt regelrecht von dir… „Du bist der beste Mensch, den ich je gekannt habe… Ich liebe dich so sehr! Danke für deine Wärme, deine Liebe… mich so anzunehmen, wie ich bin.“ Sie liebt es, wenn du lachst, dann weiß sie, dass alles in Ordnung ist… wenn du einfach da bist, dich zu beobachten und ich sehe, wie sie liegt… den Kopf am Boden und ihre Augen zwinkern schon vor Müdigkeit… diese Augen, in denen ganz tief noch der Schmerz und die Traurigkeit der Vergangenheit zu erkennen ist… dieser unendlich sentimentale Blick, der in dich reinkriechen möchte, dich bewundert und so sehr liebt, wie sie es noch gar nicht zeigen kann… und sie möchte nicht einschlafen, weil sie dich immer nur beobachten will… diesen Moment festhalten für die Ewigkeit (Du läufst hin und her und räumst etwas auf von einem Tisch… (Geschirr?) in ihrem Herzen. Du bist ihr Ein und Alles, ihr Leben… und nie nie soll das vorbei sein…“

Danke Amour… Du wundervolle Seele… hast mich unglaublich berührt!

„Liebe Sylvia, ich danke Dir von Es berührt mich so sehr… Vor allem das Mädchen, das Amour dir gezeigt hat… Ich fühle mich mit diesem Mädchen immer noch verbunden. Liebe Sylvia, Du hast uns einen wundervollen Weg geebnet und es ist Licht ins Dunkel gekommen. Ich fühle mich gerade sehr glücklich und Du bist ein Teil davon, denn vieles ist klarer geworden. Du warst mir nie fremd mit Deinem Gesicht und Deiner wunderbaren Arbeit oder besser Deiner Gabe. Ein lichter Mensch, der Licht in die Dunkelheit bringt. Wir werden uns verbunden sein und ich werde Dich in einem Deiner Seminare kennenlernen. Amour liegt tatsächlich oft vor der weißen Türe, vor allem Nachts. Heute habe ich ein kleines Licht gemacht. Ich verstehe nun und das macht mich ganz. Danke nochmal für alles! Sehr gerne darfst du darüber schreiben… Es freut mich sehr und Amour sicher auch… Ich finde es so wichtig, dies in die Welt hinaus zu tragen, denn es bringt Licht und Liebe zu allen Wesen. Es bestärkt die Wichtigkeit, dass alles Leben eine Seele hat und sie zu schützen und zu lieben. Ganz viele liebe Grüße Anna“

Liebe Anna, Danke für dein/euer Vertrauen! Ich würde mich sehr freuen, dich irgendwann persönlich kennenzulernen!