da kommt das Licht hinein…

Vielleicht brauchen wir diese Risse, um uns wirklich nah sein zu können… um zu erkennen, dass wir alle nicht perfekt sind… nicht starr, nicht kalt, nicht makellos… Diese kühle glänzende scheinbar vollkommene Oberflächlichkeit… an der wir abprallen und nicht ins Innere schauen können… an der wir irgendwann erfrieren würden, jeder für sich allein… wenn da nicht dieses Licht wäre… dieser kleine Spalt, der uns einander erst nahe sein lässt, uns erkennen lässt, dass wir nicht allein sind… der uns erlaubt, in des anderen Seele zu schauen. Wie froh bin ich über diese Risse. Es sind diese Risse, diese Wunden, die Narben, die Licht ins Dunkel bringen, um einander zu helfen… die uns wahre Freunde erkennen lassen und neue Chancen… die uns wahrhaft lieben lassen. Es sind diese Risse, die wir offenbaren und die uns menschlicher nie sein ließen… die die glatte Oberfläche durchdringen und Licht bringen. Nichts ist, wie es scheint und überall sind Risse, wenn etwas in Bewegung ist… Manchmal entstehen sie plötzlich, wenn etwas zu lange in eine Form gezwängt, festgehalten, unterdrückt wird – oder wir können sie dann erst sehen – weil es nicht mehr passt, sich verändern will… sich verändern muss. Manchmal tut es weh, verunsichert und wirbelt alles durcheinander, was vermeintlich vorher sicher war… Und dann ist da dieses Licht, erst nur durch einen schmalen Spalt erkennbar, aber wunderschön, verheißungsvoll scheint es hinein, möchte sich ausdehnen, alles durchdringen… und uns mitnehmen ins Unbekannte, ins Land unserer Träume… das wir nur durch die Risse in unserem Alltag und in unseren Seelen erkennen können. Das Licht ist Hoffnung, Veränderung, Freiheit, Mut… Es sind immer Risse, durch die wir das Licht sehen… die uns neue Wege und Möglichkeiten eröffnen… durch die wir uns finden, uns begegnen, um zu heilen… wenn wir den Mut haben, sie zu zeigen. Und es sind die Risse, die die Dinge oft so liebenswert machen… ihnen eine Geschichte geben… die zeigen, dass wir leben… dass wir Erinnerungen tragen, die Spuren hinterlassen haben… weil wir eine Vergangenheit haben – nicht makellos – und gerade deshalb so einzigartig… Weil sie uns zu dem machten, der wir heute sind!

Ich bin dankbar für all die Risse in meinem Leben, für die Narben, die Wunden auf meiner Seele, die mich lernen ließen und mich so unperfekt machen, wie wir alle nun mal sind… die uns unseren Weg und unsere wahren Freunde finden lassen… die Risse, durch die ich in andere Seelen schauen darf, um ihnen zu helfen… und um zu lieben… für die Risse in dieser Welt, die uns erkennen lassen, dass es Sicherheit und scheinbare Stabilität gar nicht gibt, dass alles sich verändert und wir Veränderung sind… dass wir verändern müssen, bevor alles zusammenbricht… und dass es immer Hoffnung gibt… denn auch in der dunkelsten Dunkelheit gibt es immer irgendwo ein Licht.”

(Sylvia Raßloff)

„Es ist ein Riss in allen Dingen… so kommt das Licht herein…“ Zitat aus einem der berührendsten Filme, den ich seit langem gesehen habe: „Mr. Morgan’s last Love“

Für Britta, Lupo & Xandra Für Nicole und CJ dessen Bild ich beim Schreiben immer vor Augen hatte… Für meine Freunde und für ganz viele wunderbare Menschen in meinem Leben… Man muss nicht perfekt sein, um geliebt zu werden… Es ist wichtig, sich selbst zu lieben…

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.