An diesem Wochenende ist Herbst-Tag- und Nacht-Gleiche. Am Sonntag in den frühen Morgenstunden erreichen Tag und Nacht wieder dieses Gleichgewicht… Tag und Nacht, Licht und Dunkel sind dann gleich lang, bevor die Tage immer kürzer werden.

Es ist auch die Zeit, um ganz bewusst auf unser inneres Gleichgewicht zu schauen, auf das, was uns nährt/nährte, was uns wachsen liess… und das, was wir zurücklassen/zurücklassen möchten. Ja, es ist die Zeit, um in uns zu gehen und dankbar zu sein für das, was war… und auf das zu sehen, was kommt, bevor wir diese Schwelle überschreiten. Wofür haben wir einen Samen gesetzt, was darf im kommenden Jahr daraus gedeihen?

Ja, es ist Herbstanfang und ganz sicher wird es nochmal stürmisch, um all das hinwegzufegen, was nicht zu uns gehört, was uns belastet, bevor es in den Rückzug, die Stille geht, in unser Innerstes Selbst, um auszuruhen und mit neuer Kraft daraus hervorzugehen… wie unsere Mutter Erde – Mutter Natur – die sich nun nach und nach in die Ruhe begibt und in der Geborgenheit ihres Schoßes bereits die Samen für das Neue trägt, das mit dem Licht daraus erwachsen wird, wenn die Zeit kommt.

Die dunkle Zeit, die Zeit des Rückzugs, ist damit auch die Zeit, dieses Licht und die Kraft in dir selbst zu finden, ja, zu erkennen. Nimm dir jetzt noch einmal bewusst Zeit, um Danke zu sagen – vielleicht symbolisch, indem du die letzten Früchte erntest und dich mit jeder Frucht, jedem Korb, bei Mutter Erde bedankst – und auch bei dir selbst, denn es heißt auch, dich selbst als Kind dieser Erde anzunehmen, zu lieben und dankbar zu sein für all das, was du bist und was du bis hierher geschafft hast!

Frage dich bewusst: Wofür bin ich dankbar in meinem Leben? Gehe in dich und frage dich, was Dein Weg ist. Was darf wachsen und gedeihen für die neue Zeit? Was gehört zu dir und was darf gehen? Lass mit den kommenden Herbststürmen all das los, was dich belastet… Ängste, Ärger, Wut, Trauer… lass es einfach davonfliegen, wie die Blätter der Bäume… die im Kreislauf der Natur im kommenden Jahr wieder Neues hervorbringen, neu erblühen werden.

Genau wie sie werden wir mit jedem Jahr und jedem Jahresring… aus jeder Erfahrung stärker werden und wachsen. Und so sollten wir in in diesen Tagen innehalten und in uns hineinhören. Vielleicht werden dich traurige Gedanken und Gefühle begleiten, aber auch Stille und Dankbarkeit… und ganz tief in dir das hoffnungsvolle Leuchten auf das, was kommt. All das geschieht gerade auch in der Natur…

Es geht um Gleichgewicht. Und jeder Abschied ist immer auch der Beginn von etwas Neuem. Lasst uns die Schwelle übertreten und den Herbst begrüßen! Jetzt ist die Zeit, um zurückzukommen… vom Außen nach innen, vom Lauten in die Stille… eine Zeit der Regeneration und Transformation… um aus uns selbst heraus zu wachsen!

(Sylvia Raßloff)

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.