Es gibt Geschichten… die brennen sich tief ins Herz hinein… Erinnerungen, die für immer bleiben…

„Paulchens Geschichte…“

„Liebe Sylvia, kannst du mal bitte nach Paulchen schauen. Er kann seit zwei Tagen vorne nicht richtig auftreten… Ich habe schon geschaut, ob er sich was eingetreten hat… Ich würde dann mit ihm zum Arzt gehen, wenn es nicht besser wird.“ Das waren die Zeilen, die ich damals von Paules Frauchen Jutta erhielt.

Ich kannte Paulchen schon von anderen Gesprächen. Paule ist aus Griechenland… hat einige körperliche Probleme bereits mitgebracht… aus seiner schrecklichen Vergangenheit… Arthrose, ein kaputter Fuß… Er wurde entsorgt, aussortiert, weil er nicht mehr jung war… „zu nichts zu gebrauchen“. Wahrscheinlich hat er an der Kette gelebt… wie die Tierschützer vermuteten, die ihn halbtot am Straßenrand gefunden haben. Paulchen… ein Rottweilermischling… Wer nimmt „so einen Hund… von dem man nichts weiß…“. Keiner wollte ihn. Doch dann kam „seine Familie“… die Menschen, die ihn mit dem Herzen gesehen haben… die seine Seele sahen… hinter seinem Äußeren. Die Menschen, auf die er gewartet hat… die ihm eine Chance gaben. Und sie hatten SO recht… Er dankte es ihnen, mit allem, was er zu geben hatte… Paulchen hatte ein Herz aus Gold… und er liebte Kinder über alles – Wenn beim Spaziergang ein Kind auftauchte, rannte er hin und liebkoste es… – einfach alle Menschen und Tiere! Er war Nur lieb… Ein großer Teddybär und der coolste Hund aller Zeiten, den nichts und niemand aus der Ruhe bringen konnte. Eine Leine brauchte er nicht… Er war der beste Begleiter, den man sich nur wünschen kann… wortlos verbunden. Kurz gesagt… Paulchen war EINE SEELE von einem Hund… „Schicksal ist… einen Hund zu adoptieren, weil du fühlst… dass deine Seele und die Seele dieses Hundes, den niemand wollte… zusammengehören… für immer.“

Doch nun ging es ihm nicht gut… und seine Familie machte sich Sorgen. Ich fühle mich hinein, wie immer als erstes, wenn ich eine Tierkommunikation beginne… und das, was ich fühle… ist nicht gut… Gar nicht gut. Ich kenne das Gefühl… und die Information dahinter ist sofort da… Ich schreibe mechanisch, während ich mich in seinem Körper befinde „Das Ganze fühlt sich an, als käme es ursächlich aus der Schulter (hier spüre ich ein ziemliches Brennen, ein Ziehen, das tief aus dem Inneren kommt, einen Druck bei Bewegung) und es zieht, „arbeitet, kribbelt, sticht“ innerlich im Knochen bis zum Ellenbogengelenk runter und beeinträchtigt das ganze Bein…“ Ich schreibe weiter… „Insgesamt fühlt sich Paulchen gar nicht gesund an… im ganzen Körper… irgendwie schwach. Unterschwellig habe ich eine leichte Übelkeit und einen Druck in der Brust links. Ich spüre keine Lebensfreude momentan… Sein Lachen ist weg!“ und… „Er macht sich auch Sorgen um sich selbst… Es beunruhigt ihn, dieser Zustand, in dem er jetzt ist… macht ihn traurig. Es erinnert ihn daran, dass er nicht für immer bei euch sein kann…“

Ich halte kurz inne, weil mir der Atem stockt… „Tja, da steht man dann da… wenn man die Information „Knochenkrebs“ (evtl. bereits mit Metastasen in der Lunge) in der Tierkommunikation bekommt… und es nicht weitergeben kann… weil man es einfach nicht wahrhaben will…“ werde ich später erzählen… und dann schreibe ich… „Die Schulter muss dringend untersucht werden!… um Schlimmeres auszuschließen!…“ Kurze Zeit später war es dann traurige Gewissheit… Mein Gefühl hatte mich nicht getrügt… „Wir waren eben in der Tierklinik mit Paulchen und bekamen die niederschmetternde Diagnose, dass Paulchen Knochenkrebs hat…..!! Er hat einen großen Tumor an der Schulter und bereits Veränderungen am Ellenbogengelenk… Der Arzt meinte, wir sollten nicht zu lange mit unserer Entscheidung warten…“ Ach Paulchen… Ich hätt mir so gewünscht, mich zu täuschen! Knochenkrebs ist der schmerzhafteste Krebs überhaupt, hat mal jemand gesagt… und meist bleibt von der Diagnose bis zum Ende nicht mehr viel Zeit. Und so ging es auch rasant abwärts.

Was er sich noch wünscht? Einen letzten Wunsch… „Was möchtest du noch tun? Was können wir für Dich tun?“ sind die verzweifelten Fragen, die wohl alle Tierbesitzer stellen… wenn der Tod auf der linken Schulter sitzt… das Ticket zum Land hinter der Regenbogenbrücke bereits in der Hand… wissend, dass der Zug bald abfährt. „Wasser…“ ans große Wasser wollte Paule noch einmal… weil er das Wasser so liebte… „Und Grün…“ grün… alles, was grün ist. Seine Lieblingsfarbe… Das, was er in seinem früheren Leben nie hatte… oft durstete… „Ja, wir sind dort immer gewesen zusammen, aber das schafft er jetzt nicht mehr…“ Doch Ihr habt ihm diesen Wunsch erfüllt. In einem Kinderwagen… durfte Paulchen nochmal das Wasser sehen. Der letzte Spaziergang gemeinsam. Stille. Gespräche. Und Tränen. „Gestern abend lag er auf dem Teppich, links von ihm der Fernseher mit der Ablage, wie du es gesehen hast… schrieb mir Paules Herrchen an diesem Tag… „Er hob immer seinen Kopf und schaute mich, meine Freundin und meine Tochter immer wieder an. Ich sagte… Schaut, er prägt sich das Bild von uns ein… Er sah zufrieden aus. Und heute auf dem Weg zur Elbe und zurück lief genau das Lied, was du mir geschickt hast…“

„Fühle die Wärme – wir werden niemals sterben… Wir sind wie Diamanten am Himmel!“ heißt es in diesem Song… „Sterbebegleitung“… so nennt man das, was ich tue… die Menschen und Tiere auf ihrem letzten Weg zu begleiten… Und es ist so wichtig, sich hierfür Zeit zu nehmen, genau hinzuhören, sich hineinzufühlen…  immer wieder. Zu fragen, was die Seele möchte… Was das Tier will… „Wann ist es soweit? Wann möchte es gehen?“ Niemand kann einem das sagen… außer dem Tier selbst! Es ist so wichtig! Denn es ist das Schwerste von allem, und in den meisten Fällen liegt es an uns, über Leben und Tod zu entscheiden… Auch wenn es am Ende eine Erlösung ist, auch wenn der Körper mehr als bereit ist, zu gehen… ist es die Seele vielleicht noch nicht. Nur die Seele weiß, wann es Zeit ist, zu gehen. Und Paulchen wollte noch nicht. Nein, er hatte keine Angst… wie alle Tiere, die wissen, dass der Tod nicht das Ende ist… dass es etwas Größeres gibt, das uns alle auffängt… Unser aller wahres Zuhause. Und wenn er träumte… war er bereits auf den grünen Wiesen dort. Doch Paulchen wollte noch warten… erzählt er mir… „Auf wen/was?“… Ich bekomme so etwas, wie einen Namen, aber nur unvollständig… Irgendwas, das mit „So“ anfängt… ein kurzer Name. Er wollte warten… „bis So… kommt“…

Ich höre den Klang… komme aber nicht drauf und frage Jutta… und sie sagt sofort… „Socke! Meine Tochter bekommt ein Baby… Es wird bald soweit sein… Wir nennen es immer Socke, wenn wir von ihm sprechen…!“ Emilia sollte die Kleine heißen und sie kam kurze Zeit später zur Welt… „Als meine Tochter dann 3 Tage nach der Geburt mit Emilia zu uns kam und sie Paulchen in sein Bett legte… schnüffelte er sie ab… und legte seinen großen Kopf neben sie!!! An diesem Abend verweigerte er das Essen und Sylvia sagte, dass er nun bereit ist, zu gehen…!!!! Wir machten ihm noch einen wunderschönen Abend und am nächsten Morgen kam der Tierarzt und Paulchen ging in die Heimat. Meine anderen Fellnasen nahmen Abschied von ihm… aber es war, wie Sylvia schon angekündigt hatte… für sie war der Körper nur noch eine Hülle… seine Seele war entwichen!!!“ „Ihm geht es jetzt gut… Ich habe ihn heute Nacht gesehen und ein Licht ging da bereits von ihm nach oben… wie eine Sternschnuppe, ein Diamant. Ihr werdet euch wiedersehen, ganz sicher! Liebe ist eine Umarmung auf Lebzeiten… und darüber hinaus.“

4 Jahre war Paulchen bei seiner Familie… die schönsten seines Lebens! Am 07.02.15 ist er über die Regenbogenbrücke gegangen… Ja, es sind die besonderen Engel… „Sie verändern alles… wenn sie in unsere Leben kommen… und wenn sie wieder gehen…“ Es sind die, die den Schmerz und das Leid erfahren haben, die die größten Lehrer sind… „Nein, sie verlassen uns nicht… auch wenn wir sie nicht mehr sehen können, sind sie für uns da.“… „Noch heute kommt Paulchen so oft vorbei… dann sind die Fellnasen ganz ruhig und scheinen ins Leere zu schauen… und Emilia… meine kleine Enkelin, auf die Paulchen so gewartet hatte, schaut auch oft in die Weite und brabbelt wie verrückt… Wir sind uns sicher, dass sie mit ihm spricht!!! Irgendetwas verbindet die Beiden… Wir werden es herausfinden… irgendwann!!! Bei mir ist es noch manchmal so, dass ich weine… ABER dann höre ich meist seine ruhige, tiefe Stimme und er erzählt mir, wie gut es ihm geht und dann geht es mir besser!!! Weißt du was ich mir wünschen würde????? Das alle Menschen, sofern es ihnen möglich ist, ihre Tiere mit Sterbebegleitung gehen lassen!! Es ist für Mensch und Tier einfacher…!!!!! Ich habe soviel gelernt….und bin so dankbar, dass wir durch Paulchen zur Tierkommunikation gekommen sind und uns ganz andere Horizonte dadurch eröffnet wurden!!!! Wir hatten ja vorher einige Tierkommunikatorinnen ausprobiert… aber bei dir fühle ich mich „Zuhause“… und Heiko sagt dasselbe!“

Jutta und ich sind heute noch befreundet und haben immer wieder Kontakt… weil die Tiere uns verbinden… ganz tief in unseren Herzen… „Ich habe in den letzten 5 Jahren sehr viel gelernt… ob es Tierkommunikation ist oder viele andere Dinge…Vor 5 Jahren kam unser Paulchen in unser Leben und ALLES veränderte sich… ICH veränderte mich….!!!! Paulchen brachte mich dazu, über Tierkommunikation nachzudenken und auch einen Kurs zu machen… er öffnete die Türen für viele spirituelle Dinge in meinem Leben. Plötzlich traf ich immer mehr Menschen, die spirituell waren und sind… Seitdem dachte ich auch oft über das Sterben nach… und wie Tiere damit umgehen…. als dann bei unserem Paulchen Krebs festgestellt wurde…. Liebe Sylvia, ich danke dir von Herzen für diese liebevolle Begleitung! Ich weiß nicht, wie wir es ohne deine Hilfe geschafft hätten… deine Sterbebegleitung hat uns so sehr geholfen!!!! Du hast uns mehr geholfen, als das ich es mit Worten ausdrücken kann!!! Ich danke dir so sehr für alles! Deine Arbeit ist so unglaublich wichtig… Nur so konnten wir Paulchens letzten Wunsch erfüllen… Alle haben uns damals gedrängt, ihn gehen zu lassen… Ohne dich hätten wir niemals seinen letzten Wunsch erfahren… Und was wäre aus Cutie im letzten Jahr geworden, wenn du nicht gewesen wärst? Und all die anderen Seelchen, mit denen du kommuniziert hast!!! Sylvia, danke von uns allen für alles, was du tust und getan hast für uns! Ich drücke dich aus der Ferne….

Alles Liebe <3 Jutta! und Ganz lieben Gruß von der ganzen Familie!“

DANKE Bärchen für ALLES…

 

Und hier möchte ich mit euch einen unglaublich berührenden Auszug (der mich zu Tränen rührte…) aus einer sehr persönlichen Rückmeldung zu meiner Tierkommunikation mit Xandra teilen… die ihre Schatten auf der Seele aus ihrer schlimmen Vergangenheit mitgebracht hat… Liebe Britta, den Text „Es ist ein Riss in allen Dingen… da kommt das Licht hinein…“ habe ich auch für euch geschrieben…

„Liebe Sylvia,

puh….ich habe Deine Mail schon mehrfach gelesen und weiß gar nicht so genau, wie ich beschreiben soll, was mir seit dem alles durch den Kopf geht. Schon als Du mir beim Basisseminar Deine Kommunikation mit Xandra vorgelesen hast, hatte ich den Gedanken: „Öh…beschreibt sie da Xandra oder mich??“ Und dann sagtest Du: „Sie spiegelt Dich.“ Ich war damals etwas irritiert. Konnte mir nicht erklären, warum und wie und welchen Anlass ich ihr gebe. Jetzt, nach der großen Kommunikation und all den Details, bin ich tief berührt. Wie Du Dir sicher denken kannst, kam mir diese Kommunikation sehr nah… und all die anderen Sachen, die Du über uns herausgefunden hast… Ich habe mich immer gefragt, warum Xandra zu mir gekommen ist. Dass es ist, weil wir den gleichen Schmerz tief in uns tragen…. (Als ich den Satz gelesen habe, dass Xandra denkt, sie wäre „hässlich“ und wie sie beschrieben hat, wie die Leute sie anschauen und wie unangenehm ihr das ist….es hat mir im Herzen weh getan und mir sind die Tränen gelaufen…)

Als ich Deine Mail durchgelesen hatte, war ich tief berührt. Xandra lag in ihrem Körbchen und hatte mich die ganze Zeit angeschaut. Ich sah sie an und wusste, dass sie weiß, dass ich Deine Mail gerade gelesen hatte. Am liebsten wäre ich zu ihr gegangen und hätte sie in den Arm genommen und meine Arme voller Liebe und Schutz um sie gelegt, aber genau das ist ja nichts für sie. Also bin ich zu ihr gegangen und sie ist sofort aus ihrem Körbchen aufgestanden (wollte ausweichen) und ich habe mich ruhig auf das große Hundekissen gesetzt, dass direkt vor ihrem Körbchen liegt. Ich habe sie ermuntert, sich zu mir zu legen und das hat sie auch getan. Natürlich ohne Körperkontakt. Sie hat sich auf Abstand auf das Kissen gelegt. Ich habe sie erst nicht angeschaut, sondern ihr den Abstand gelassen. Hab sie dann über das Köpfchen gestreichelt und dann vorsichtig angeschaut. Hab ihr gesagt, wie lieb ich sie habe und wie hübsch sie ist und da schaut sie mir ganz offen und mit einem ganz neuen Gesichtsausdruck direkt ins Gesicht. Den Kopf ganz aufrecht. Ganz offen von Angesicht zu Angesicht. Das hat sie so noch nie getan. Und ich streichele sie vorsichtig und sehr liebevoll und schaue sie an und sie mich und ich sage ihr, dass sie so wunderhübsch ist und sich nie, nie, niemals von irgendjemandem etwas anders sagen lassen soll. Ich spürte plötzlich, dass ich direkt zu ihrer Seele sprach. Ich sagte ihr, dass ihr Auge wunderschön ist, ihr Fell sooo weich und ihre kleinen zarten Pfoten so süß und wunderhübsch, dass sie ein ganz besonderer Hund ist und ich habe mich tief berührt bei ihr bedankt, dass sie auf mich aufpasst. Dass ihr wichtig ist, was mit mir ist…. Sylvia, das war so ein besonderer Moment. Sie hat mich die ganze Zeit ganz offen und ganz besonders angeschaut und ich habe zu ihr gesprochen und ich spürte, dass sie jedes Wort verstanden hat und dass ich sie erreicht habe. Ein sehr, sehr besonderer Moment…

Was hat sich seit dem verändert? Es gibt ein neues Verstehen zwischen Xandra und mir. Eine Weichheit. Eine Achtsamkeit, eine Dankbarkeit. All das war vorher auch, aber anders. Ich selbst fühle mich anders. Weicher. Irgendwie ist es so, als wenn nicht der Verstand in erster Linie alles durch analysiert, sondern das Herz geschehen lassen kann. Ich danke Dir aus tiefstem Herzen, liebe Sylvia. Was Du mit Deiner Gabe bewirkst, ist unbeschreiblich. Und an dieser Stelle möchte ich Dich um eine Heilreise für mich und auch für Xandra bitten. Ich glaube, Du weißt jetzt schon so viel von mir, dass ich Dir für meine Heilreise gar keine weiteren Infos mehr geben muss.

Ich umarme Dich inniglich!
Britta“

P.S. Beim Arzt haben wir ihr Blut abnehmen lassen für ein großes Blutbild. Du hattest ja auch von Druck in der Herzgegend gesprochen und ich habe das Herz extra abhören lassen und sie hat tatsächlich Herzgeräusche. Sie sagte, dass es nicht dramatisch und auch nicht dringend ist, aber dass wir innerhalb der nächsten drei Monate schon ein Herzultraschall machen sollten, damit wir abklären können, ob es schon Unterstützung braucht.“

Ich möchte hier einfach noch ein paar Auszüge aus meiner Tierkommunikation mit Amour mit euch teilen… möchte das, was ich erlebe, so viel Gefühl, und wie wundervoll die Tiere sind… in die Welt hinaustragen… über die ganz besonderen Seelen aus dem Tierschutz… und ihre tiefe Liebe zu uns… wie sie sich fühlen hier in dieser „neuen Welt“… nach allem was sie erlebt haben. In den letzten Tagen hatte ich bereits über Amour geschrieben… und Viele von euch haben sich gewünscht, mehr von ihr zu erfahren… Ich glaub, ich war lange nicht so tief berührt, wie von diesem Gespräch und der Geschichte dahinter… und dieser einfachen Szene mit dem Mädchen, die wie selbstverständlich nach Hause kommt… Das ist es, warum ich das, was ich tue so liebe… und es sind die Menschen und Tiere, die ich im Herzen trage… tief verbunden…

„Es dauert eine ganze Weile, bis ich Bilder von Amour bekomme, um einen Eindruck zu erhalten, wie sie gelebt bzw. was sie erlebt hat… Sie zeigt mir kurze unzusammenhängende Bilder, wie Filmausschnitte, die aufblitzen und wieder weg sind… wie so oft, wenn es um die Vergangenheit der Tiere geht, die so viel Schlechtes erlebt haben… Als ich mich mit ihr verbunden habe wegen ihrer Körpergefühle und ihrem Bein/Fuß sehe ich Bahnschienen ganz nah. Sie überquert diese, oft. Hin und her, wie mir scheint. Auf der einen Seite der Schienen ist Natur, auf der anderen stehen Häuser/eher Hütten… Alles wirkt dunkel, düster, dreckig, wie in einem alten schwarz/weiß Film oder vergilbten Fotos. Niedrige, dunkle, kleine Hütten sind es, wie verrußt schauen sie aus, als ob hier gearbeitet wird, Arbeiter? wohnen. Unaufgeräumt, dreckig, staubig… Hier wechselt sie immer die Schienen, zu den Häusern, so scheint es, um nach Essbarem/Müll zu suchen. Versteckt sich, lebt aber ansonsten in der Natur gegenüber. Da sie mir in Bezug auf ihr Bein/ihren Fuß, ihre Verletzung die Schienen gezeigt hat, kann es sein, dass sie sich genau hier verletzt hat, eingequetscht? hängen geblieben? Sie zeigt es mir nicht und ich will das Trauma auch nicht wieder „hervorholen“ in ihr…

Ich höre nur einen Zug. Dieses ratternde Geräusch und lautes Hupen. Dann sehe ich sie humpeln… Sie ist verletzt. Wieder über die Bahnschienen schleppt sie sich… Es ist Blut, und ich sehe rohes Fleisch (abgestorben? dunkel) am Fuß… Es fehlt ein Stück? Menschen, Männer stehen da und zeigen auf sie. Sie haben dunkle Haare und auch so verrußte, schmutzige abgewetzte Kleidung. Sie werfen mit Steinen nach ihr, um sie zu vertreiben… Sie verkriecht sich. Ich sehe ein Blätterdach über ihr… Regen tropft herunter… Sie leckt ihr Bein… Mein Magen knurrt in diesem Moment. Sie möchte sich nur noch verkriechen… sterben. Ihre Augen sind groß… und leer. Ich spüre ihre Rippen unter ihrem stumpfen Fell… und immer wieder leckt sie sich ihr Bein… kommt nicht zur Ruhe. Nachts humpelt sie mit letzter Kraft über die Schienen… hin zu den „bösen Menschen“, nur, um irgendwas zu essen zu finden. Dann bleibt es dunkel. Kurz sehe ich sie in einem Gitter, einer Box, nur ihre großen, verängstigten Augen… als sei sie eingefangen worden…

Nach diesen Bildern und der Erinnerung bin ich einfach eine Weile still bei Amour, um sie zu trösten und nach einer Weile wird sie ruhiger… atmet ruhiger nach und nach, und dann einmal ganz tief, weil das alles jetzt vorbei ist… sie jetzt ein Zuhause hat… eingehüllt in Sicherheit und Geborgenheit und Liebe ist… und ich glaube, es hat ihr sehr gut getan, mir ihre Geschichte zu zeigen. „Es ist vorbei…“

Amour hat eine unglaublich tiefe Verbindung zu dir. Sie schaut dir mitten in die Seele und dich oft sehr lange an… Tief in deine Augen. Es ist Dankbarkeit und so viel Liebe darin. Du hast sie gerettet, hast sie angenommen, so, wie sie ist. Nein, sie wusste nicht, dass es sowas gibt, erzählt sie mir… Sie hat nicht gewusst, dass Menschen gut sind und hat lange Zeit noch von früher geträumt… hatte Angst, wenn sie aufwacht, dass sie wieder in ihrer Kuhle liegt unter dem feuchten Blätterdach und manchmal erinnert sie das Gefühl in ihrem Bein noch daran, erzählt sie mir. Sie ist eine Stille, ganz sensible Seele, die am Anfang einfach nur geschaut, ja oft gestaunt hat von einem sicheren Platz aus alles beobachtet, wie in einem Film. Sie konnte das alles noch gar nicht glauben… im Haus zu sein und weiche Liegeplätze zu haben… die sie sich auch anfangs noch gar nicht traute, richtig anzunehmen… Legte sich einfach auf den Boden. Nein, sie hat das alles nicht kennengelernt und auch nicht dieses unbeschwert… einfach glücklich sein. Spielen… Das hatte sie nicht mal in ihrer Kindheit und selbst heute erschrickt sie sich manchmal noch vor sich selbst, in den Momenten, wo sie einfach nur Lebensfreude spürt, wo sie lachen möchte, weil sie glücklich ist. Es sind immer noch viel zu wenige… Sie liebt es, zuhause zu sein, erzählt sie mir und ich sehe einen Holzboden und eine helle Tür zu einem Zimmer, die sich öffnet und ein Mädchen kommt herein, wie von der Schule…

„Zuhause“… was für ein Wort… Es bedeutet ihr so viel… Ein Rückzugsort, an dem man sich wohl und geborgen und sicher fühlen kann… den du ihr geschenkt hast. Anfangs war das ganz „komisch“ erzählt sie mir… und es war, als wenn sie immer fragte… „Darf ich das?“ „Ist das jetzt wirklich meins?“ Nein, sie mag keine Fremden und auch nicht, wenn sich zuhause etwas ändert… „keine Eindringlinge“ in ihr so wundervolles Reich. Ich sehe, wie sie auf Geräusche horcht, die von draußen kommen, immer noch nicht ganz bzw. nicht leicht abschalten/entspannen kann. Immer noch nicht…

Amour ist schnell gestresst, wenn etwas anders ist und bekommt dann diesen Tunnelblick, dieses Hecheln, draußen, unterwegs… fühlt sich oft nicht sicher und möchte raus aus der Situation, zeigt sie mir. Es sind so viele Dinge, die sie noch ängstigen… Laute Geräusche, Fahrzeuge, große, an einer Straße zu gehen, wo viel Verkehr ist, aber auch alles, was hinter ihr ist und sie scheinbar „verfolgt“ macht ihr Angst und sie zeigt mir, wie sie sich dauernd umdreht beim Laufen. Laute knatternde Geräusche, wie von einer Maschine oder wenn es plötzlich knallt. Auch Dunkelheit, da fühlt sie sich gar nicht sicher draußen. Ihr Essen isst sie sehr schnell, zeigt sie mir und selbst hier hat sie ihre Aufmerksamkeit mehr um sich herum… „muss aufpassen“ und ich sehe ihre Ohren nach hinten, den hektischen Blick über den Rand des Futternapfes… Sie zeigt mir eine Schere, ich weiß nicht, warum… vielleicht von einer OP oder Behandlung?… eine silberne Schere und auch hier habe ich Gänsehaut bei dem Geräusch, wie sie schneidet, zuschnappt, die Schere… ja, weh tut… Erinnerung…

Und Menschen, Menschen machen ihr Angst… Männer, vor allem die Blicke, wenn sie auf sie gerichtet sind, bekomme ich dieses frösteln, diese Steifheit, Kälte in ihr drin und dieses Zurückgehen… Dunkle Gestalten, einzelne Personen, die auf euch zukommen oder Menschen, die sie einfach nur anschauen… („entdecken“… wie früher, wenn plötzlich ein Blick auf sie gerichtet war). Manchmal sind es auch Kinder, laute, schreiende Kinder. Manchmal ist es nur ein Geräusch, eine Begegnung, eine Bewegung… Veränderung, ein Blick, eine Gestalt… die sie in die Vergangenheit zurückführen… Ganz plötzlich ist sie dann wieder da und möchte weg, weg aus der Situation, flüchten, sich in Sicherheit bringen… Nein, unbeschwert ist sie draußen nicht, aber das war ja auch früher überlebenswichtig… sagt sie. Sie fühlt sich auch nicht wohl, wenn fremde Hunde zu schnell auf sie zukommen. „Hunde sind nicht immer gut…“ sagt sie… auch wenn sie Hundefreunde hat inzwischen. Ich sehe einen dunklen Hund mit etwas weiß im Gesicht, mittelgroß… Der ist unbeschwert, ihr Freund, (in der Familie?) und hat ihr viel geholfen, weil sie sich viel abgeschaut hat. „Zusammen ist das schöner.“ Vor allem draußen fühlt sie sich dann irgendwie sicherer.

Und wieder bist da du, die sie mir zeigt… dein großes Herz, deine Wärme, dein Verständnis… Sie schwärmt regelrecht von dir… „Du bist der beste Mensch, den ich je gekannt habe… Ich liebe dich so sehr! Danke für deine Wärme, deine Liebe… mich so anzunehmen, wie ich bin.“ Sie liebt es, wenn du lachst, dann weiß sie, dass alles in Ordnung ist… wenn du einfach da bist, dich zu beobachten und ich sehe, wie sie liegt… den Kopf am Boden und ihre Augen zwinkern schon vor Müdigkeit… diese Augen, in denen ganz tief noch der Schmerz und die Traurigkeit der Vergangenheit zu erkennen ist… dieser unendlich sentimentale Blick, der in dich reinkriechen möchte, dich bewundert und so sehr liebt, wie sie es noch gar nicht zeigen kann… und sie möchte nicht einschlafen, weil sie dich immer nur beobachten will… diesen Moment festhalten für die Ewigkeit (Du läufst hin und her und räumst etwas auf von einem Tisch… (Geschirr?) in ihrem Herzen. Du bist ihr Ein und Alles, ihr Leben… und nie nie soll das vorbei sein…“

Danke Amour… Du wundervolle Seele… hast mich unglaublich berührt!

„Liebe Sylvia, ich danke Dir von Es berührt mich so sehr… Vor allem das Mädchen, das Amour dir gezeigt hat… Ich fühle mich mit diesem Mädchen immer noch verbunden. Liebe Sylvia, Du hast uns einen wundervollen Weg geebnet und es ist Licht ins Dunkel gekommen. Ich fühle mich gerade sehr glücklich und Du bist ein Teil davon, denn vieles ist klarer geworden. Du warst mir nie fremd mit Deinem Gesicht und Deiner wunderbaren Arbeit oder besser Deiner Gabe. Ein lichter Mensch, der Licht in die Dunkelheit bringt. Wir werden uns verbunden sein und ich werde Dich in einem Deiner Seminare kennenlernen. Amour liegt tatsächlich oft vor der weißen Türe, vor allem Nachts. Heute habe ich ein kleines Licht gemacht. Ich verstehe nun und das macht mich ganz. Danke nochmal für alles! Sehr gerne darfst du darüber schreiben… Es freut mich sehr und Amour sicher auch… Ich finde es so wichtig, dies in die Welt hinaus zu tragen, denn es bringt Licht und Liebe zu allen Wesen. Es bestärkt die Wichtigkeit, dass alles Leben eine Seele hat und sie zu schützen und zu lieben. Ganz viele liebe Grüße Anna“

Liebe Anna, Danke für dein/euer Vertrauen! Ich würde mich sehr freuen, dich irgendwann persönlich kennenzulernen!

„Auf der Ebene der Seele sind wir EINS… mit allem verbunden…“

Ganz oft spreche ich mit Tieren aus dem Tierschutz… Ihre Geschichten… Vergangenheiten… Gefühle, Bilder… die bei mir ankommen… sind nicht immer leicht zu ertragen… Danke an alle, die ihnen helfen, sich für sie einsetzen… die einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance geben. Sie haben es so verdient… diese wundervollen Seelen…

Ganz schön „ungemütlich“ draußen… (War doch grad noch Sommer…?)

Egal, wie das Wetter wird… Bitte vergesst nicht… SO TRÄGT MAN PELZ!