Straßenhunde… Hunde, die am Rande der Gesellschaft leben, die ausgestoßen, weggeworfen, nicht gewollt sind … gibt es überall auf der Welt und dieses Buch bringt sie uns ganz nahe. Es ist ein Buch, das tief berührt… Ein Buch zum Lachen, zum Weinen und zum Nachdenken… Ein Buch für Erwachsene und besonders für Kinder… denn das Mitgefühl mit allen Lebewesen lässt uns menschlich und unsere Welt menschlicher sein. Wenn wir dieses Mitgefühl an unsere Kinder weitergeben, dann ist die Hoffnung nicht verloren, denn sie sind unsere Zukunft.

“Die Schlucht der freien Hunde” erzählt von einer Gruppe von Hunden, die am Rande einer russischen Großstadt wohnen, Freud & Leid miteinander teilen. Einige haben die Freiheit des Lebens ohne Herrchen selbst gewählt, andere sind ohne Absicht hinein gestolpert, ausgesetzt, nicht mehr gewollt. Aber sie machen das Beste aus dem Leben in der Schlucht. All die Hundecharaktere, wie z.B. Krümel, Hinki und Stolzi, aber auch der Kater Yamomoto, “der klüger ist, als wir alle zusammen”, wachsen einem beim Lesen ans Herz und man kann ihre Sorgen, Nöte und Träume fühlen, wie es ist, ein Straßenhund zu sein. Die Geschichten, wie der Traum von der Hundepforte, von der jeder Hund träumt, sie zu finden und hinter der ein ganz anderes wunderbares Leben auf ihn wartet oder “Warum Mensch und Hund verschiedene Sprachen sprechen” bewegen, berühren und machen nachdenklich und das ist so unendlich wichtig.

“Die Schlucht der freien Hunde” ist eine herzergreifende, ebenso lebensfrohe wie tieftraurige Geschichte über ein Rudel herrenloser Hunde am Rande der Großstadt, deren Helden allen Widrigkeiten ihres „Hundelebens“ zum Trotz ihren Traum vom Glück niemals aufgeben. Eine Geschichte über die Freuden der Freiheit und des ungebundenen Lebens und den Traum, ein richtiges Zuhause zu finden, ohne sich unterwerfen zu müssen. Eine Geschichte für Kinder und Erwachsene, die weder den siebenjährigen noch den siebzigjährigen Leser gleichgültig lässt. Mehrere Zeichentrickfilme sowie Musicals und unzählige Theateraufführungen in aller Welt zeugen von der bis heute ungebrochenen Popularität dieses mitreißenden Gleichnisses über die Sehnsucht nach Freiheit und Geborgenheit am Rand der Gesellschaft.”

Endlich liegt dieses Buch auch in einer ansprechenden deutschen Ausgabe vor: Gebunden und mit wunderschönen Illustrationen.

Ein Buch fürs Herz und ein Geschenk von Herzen. für alle, die Tiere lieben… Ganz sicher nicht nur für Hundefreunde!!!

Viele Schicksale sind so traurig, dass man sie gar nicht in allen Einzelheiten gehört haben möchte. Es sind die Augen der Hunde, die uns nicht mehr loslassen, sich nachts in unsere Träume schleichen… Hunde, wie der kleine Rudi, ein schneeweißer hübscher kleiner Rüde – eigentlich ein Hund, der hier in Deutschland gehätschelt auf einem Sofa sitzen würde – der seit er ein Welpe war, an einer Kette hing, die leider nicht mitgewachsen ist und sich tief in sein Fleisch grub, so dass man die Narben heute noch sehen kann. Oder Tonjo, der Jagdhund, der bis zum Skelett abgemagert, mit Wunden übersäht, mit letzter Kraft auf der verzweifelten Suche nach Futter und Wasser – irgendwo im Nirgendwo – zufällig von Tierschützern entdeckt wurde. Wie viel Hunger, wie viele Schläge musste er bis dahin schon ertragen? Und Emma, die in einem ausgetrockneten Flussbett ausgesetzt wurde, um einem qualvollen Tod zu sterben. Samantha, die in ihrer eigenen Welt lebt und es bis heute niemandem erlaubt, sie zu berühren. Was mag sie erlebt haben, dass ihr Vertrauen in die Menschen auch nach Jahren noch nicht wieder zurückgekehrt ist? Saba, die kleine alte sanfte Seele, die ihr Leben lang auf einer Holzpalette angebunden war, so dass sie kaum mehr laufen kann, weil ihr Rücken und Ihre Gelenke kaputt sind. Wer weiß, wie oft sie in der prallen Sonne vergeblich gewartet hat, dass jemand ihre karge Blechschüssel mit Wasser füllt. Josu, der Hund, der mit Steinen beworfen wurde und dadurch ein Auge verlor, dann im Tierheim saß… Tage, Monate, Jahre? In einem „Tierheim“, das nicht annähernd mit einem deutschen vergleichbar ist, eher eine „Auffangstation“, mit hunderten von Hunden, die oft nicht mal eine Hütte haben, um sich vor Sonne, Regen, Kälte und der Nässe von unten zu schützen, wo ein paar einheimische Frauen versuchen, die Hunde irgendwie – und sei es mit trockenem Brot – zu versorgen. Und Malta, die völlig unterernährt und hochschwanger in der Tötung abgegeben wurde. Die wunderschöne Hündin, die aussieht, wie ein kleiner Dalmatiner, lag völlig zusammengekauert in einer grünen Plastikwanne und hatte sich komplett aufgegeben, als ich sie zum ersten Mal sah… Es sind nur ein paar Geschichten, die von gebrochenen Seelen, von Angst, Enttäuschung und von Leben ohne Liebe und Zuwendung erzählen. Es gibt noch viel Grausamere und so viel unendliches Leid überall auf dieser Welt. Auch in Ländern, in denen wir Urlaub machen und die schönste Zeit des Jahres verbringen… ist es für viele Tiere ein Kampf ums Überleben…

Tötungen

Eine Tierschützerin hat einen dieser Orte besucht und beschreibt hier die Realität in einer „spanischen Tötungsstation“…

„Wenn Sie möchten, stellen Sie sich ein großes Warenhaus vor. Ein Warenhaus, in dem man z.B. Autozubehör verkauft oder Gemüse lagert. Es ist ein riesiger, hoher Raum, kaum beleuchtet und ist vom Boden bis zum Dach aus Beton gemacht. Keinesfalls ein Ort, in dem man Tiere unterbringt – und schon gar nicht Tiere, die extrem gestresst sind, ausgesetzt worden waren, verzweifelt nach Fürsorge suchen und sich nichts sehnlicher wünschen als ein liebevolles Zuhause. Genau so ist der Ort, an dem ausgesetzte Hunde, die von den offiziellen Tierheimen eingefangen wurden, ihr Leben beenden. In diese öde, lieblose Hölle werden sie gebracht und es gelingt nur sehr sehr wenig Glücklichen, dieser Hölle zu entfliehen. Diesen Ort des unglaublichen Elends musste ich mit eigenen Augen sehen, bevor ich es glauben konnte. Ich habe früher Hunde gerettet, war in Tierheimen mit deren netten Empfangsräumen, sah saubere Zwinger und hilfsbereites Personal. Diese Tierheime sind voller gesunder Tiere, die dich anflehen, dass Du sie mit nach Hause nimmst. Die Perrera ist NICHT ein solcher Ort… Außerhalb des Gebäudes stehen aneinander gereiht Drahtkäfige – voller Hunde. Obwohl Du an der frischen Luft bist, erschlägt Dich der Gestank. Rechts sind die Zwinger mit den kleineren Hunden, links die mit den großen Hunden. Es ist egal, welcher Rasse oder Größe er / sie angehört oder welches Geschlecht der Hund hat – alle werden wahllos einfach in irgendeinen Drahtkäfig reingeschmissen… 10 Minuten stand ich an einem dieser Käfige und beobachtete, wie ein Hund einen Welpen vergewaltigte : 3 mal. Niemand sagte etwas und man war gut beraten, die Wärter darauf nicht anzusprechen – ansonsten gibt es keine Chance, dass sie Dir einen Hund übergeben würden…

Geht dorthin. Besucht diesen Ort, wenn ihr die Erlaubnis bekommt, und ihr werdet den Betonfußboden sehen, der mit einem harten Wasserstrahl gesäubert wird, während die Hunde dort im Käfig sitzen. Du riechst die Fäkalien, den Urin, der die armen Hunde bedeckt, ihr Fell verfilzen lässt und auch in ihre Nasen steigt. Ihr seht die Verzweiflung in ihren Gesichtern, weil sie genau wissen, so schlimm das außerhalb der Halle ist – in der Halle wird es noch viel schlimmer! Ihnen läuft die Zeit weg und wenn keiner sie rettet, ist ihr Todesurteil klar. Überschreitet die Schwelle, wenn ihr dürft… Kommt herein, wenn ihr euch traut. Denn in dem inneren Bereich ist viel mehr Elend, als ihr es euch vorstellen könnt… Hier sind Katzen, Hunde, Welpen zusammengepfercht in der Hölle. Infizierte Tiere sind in diesem Bereich zusammen gepfercht mit gechipten Tieren, die auf ihre Besitzer warten, damit sie abgeholt werden. Viele Besitzer wissen nicht, dass ihr kleiner Liebling, den sie suchen, einen furchtbaren Tod sterben muss, weil Menschen, die ihn gefunden haben, Geld verdienen wollen. Menschen, die sich überhaupt gar nicht um das Wohl eines Tieres kümmern. Solange die Straßen “sauber” sind und frei von herumlaufenden Tieren, bekommen die Hundefänger Geld. Was mit den Hunden geschieht, interessiert keinen. Hinten in diese Halle möchte kein Mensch, der Gefühle hat, gehen. Die großen Metallkisten, die solide Wände haben, so dass man die Hunde nicht sehen kann, sind nur Terror. Diese Kisten sind das Ende. Sie sind die Gefängnisse, die eine Wiederkehr unmöglich machen. Die Hunde wissen das… Du weißt es. Und der Manager der Tötung sagt Dir lächelnd: wir nehmen viele Hunde auf. Ich kann das alles nicht mehr ertragen. Ich muss ein Lächeln als Maske tragen und ignorieren, was in mir geschieht, um wenigstens einige dieser Hunde retten zu dürfen. Ich möchte sie alle mitnehmen aber es gibt nicht genügend Helfer, die sich um diese Hunde bis zur Vermittlung kümmern. Man erlaubte mir den vergewaltigten Welpen mitzunehmen. Ich brachte ihn zum Tierarzt und mir wurde gesagt, dass er 10 Wochen alt ist…”

Hunde mit Vergangenheit

Tierschützer und Vereine kämpfen vor Ort und hier bei uns Tag für Tag, um wenigstens einige dieser Hunde zu retten. Angesichts der traurigen Schicksale und der herzzerreißenden Bilder gibt es viele Menschen, die einem solchen Hund ein Zuhause geben möchten. Es ist erstaunlich, wie viele dieser Hunde trotz ihrer Vergangenheit überhaupt keine Probleme damit haben, sich in ihre neuen Familien und in unseren Alltag zu integrieren. Unzählige glückliche Besitzer eines ehemaligen Auslandshundes berichten davon. Aber es gibt auch Hunde, die ein schweres Päckchen voller Erinnerungen und Ängste mit in ihr neues Leben bringen, das sich nicht so leicht abstreifen lässt, wie ein altes Fell. Mitleid allein reicht hier nicht aus. Es gibt Hunde, die aufgrund ihrer Vergangenheit Angst haben, in der Dämmerung rauszugehen, Hunde, die schon unsicher werden, wenn sie ein Mensch direkt anschaut. Spielende Kinder, ein Mann mit Hut, Geräusche aus der Nachbarwohnung… all das und so vieles mehr, was für uns selbstverständlich ist, kann alte Erinnerungen und Ängste auslösen. Woher soll der Hund wissen, dass er heute Dingen vertrauen kann, vor denen zu flüchten in seinem bisherigen Leben überlebenswichtig war? Immer wieder passiert es, dass Hunde, die erst ein paar Stunden oder Tage in Deutschland sind, in einer unvorhergesehenen Paniksituation entlaufen und nur mit ganz viel Glück, wenn überhaupt, wieder eingefangen werden können, da sie hier keinerlei örtliche Bindungen, noch eine Beziehung und Vertrauen zu irgendeinem Menschen aufgebaut haben.

Auslandstierschutz

Diese Hunde, die so viel Schreckliches erlebt haben, brauchen viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Verständnis und sie haben es mehr als verdient, kompetent und mit großem Einfühlungsvermögen vermittelt zu werden. Doch immer wieder hört man auch von Tierschützern oder Vereinen, die auf den gesamten Auslandstierschutz ein schlechtes Licht werfen. Es gibt viele gute Vereine, die sich im Tierschutz im Ausland engagieren, die mit Tierschützern und Pflegestellen vor Ort und hier in Deutschland zusammenarbeiten. Die Hunde, die zu ihnen kommen, werden ärztlich untersucht und behandelt, sie werden kastriert, geimpft und bekommen einen Chip, bevor sie ausreisen dürfen. In einer Pflegestelle hat der Hund erst mal Zeit, anzukommen und man kann einschätzen, wie er sich zu Menschen, mit Kindern, anderen Hunden usw. verhält. Natürlich können auch sie nicht alles vorwegnehmen, aber sie versuchen, das bestmögliche Zuhause und die passenden Menschen für den jeweiligen Hund zu finden, und wenn alle Voraussetzungen gegeben sind, dann steht dem „Abenteuer Auslandshund“ und einer hoffentlich wunderbaren Vermittlungsgeschichte nichts mehr im Wege.

Wenn es um das Thema Auslandshunde geht, gibt es immer wieder heftige Diskussionen

“Ein Auslandshund nimmt einem deutschen Hund nichts weg, im Gegenteil.” Frank Weber, Tierheimleiter Franziskus Tierheim/Hamburg. Ausschnitt aus der BMT-Zeitschrift, Dez. 2011: “… an Staffordshire, Rottweiler, Dobermann, Schäferhund und Herdenschutzhunden herrscht meistens kein Mangel. An Interessenten, die mit solchen Hunden umgehen können, aber schon. Was nur noch selten im Tierheim abgegeben wird, sind gesunde, sozialverträgliche und freundliche Hunde. Und eben diese Hunde sind es, die der normale Hundehalter gerne in seine Familie holen würde. Wohin kann man denn eine sympathische Familie mit Kindern schicken, wenn man keinen im Tierschutz geeigneten Hund hat? Soll man ihnen sagen, sie sollen sich mal im Internet umschauen oder gleich beim nächsten Hundehändler – da ist es billiger? – Und gleichzeitig sitzen in Tierheimen und Tötungsstationen im uns umgebenden Europa Tausende von armen Seelen unter erbarmungswürdigen und lebensbedrohlichen Bedingungen. Darunter Hunderte unkomplizierte freundliche Hunde, die in ihren Herkunftsländern ein grausamer und schmerzhafter Tod erwartet. – Da wundert man sich immer wieder über die Argumentation, wegen dieser Hunde würden die deutschen Hunde im Tierschutz kein Zuhause finden. Das ist definitiv ein Trugschluss. In der Realität ist das Gegenteil der Fall. Wenn man nette, gut vermittelbare Tiere aus dem seriös praktizierten Auslandstierschutz hat, kommen mehr Interessenten in die Vermittlung. Wie die Erfahrung zeigt, erhöht das definitiv auch die Chancen der “schwierigen Hunde”, unter diesen tierlieben Menschen ein neues Herrchen zu finden.”

Jeder kann etwas tun

Es ist leicht, zu verurteilen, zu diskutieren, was richtig und was falsch ist und was man besser machen könnte. Viele der Menschen, die sich im In- und Ausland im Tierschutz engagieren, geben ihr Leben und ihre ganze Kraft für die Tiere und sie brauchen Unterstützung! Man muss keinen Hund adoptieren, um zu helfen. Pflegestellen, Flugpaten, Menschen, die Vor- und Nachkontrollen machen oder sogar Hilfe vor Ort leisten, werden oft dringend gesucht. Es gibt viele tolle Projekte in Zusammenarbeit mit deutschen und ausländischen Tierschützern, um die Situation der Hunde vor Ort zu verbessern. Es gibt Aktionen, wie die Aktion „Trockener Schlafplatz“, wo versucht wird, wenigstens jedem Hund in einem ganz armen Tierheim einen trockenen Schlafplatz zur Verfügung zu stellen. Im Winter werden Decken gesammelt, um Hundemäntel zu nähen für die mit wenig Fell, die Alten und die Kranken… „Warum mühst du dich ab?“ heißt es in der Geschichte vom kleinen Seestern, als der Junge sich beeilte, einen nach dem anderen Seestern in die rettenden Fluten zu bringen… „Es hat doch keinen Zweck, es sind zu Viele, du kannst nicht alle retten, was macht das also für einen Unterschied!“ … „Für diesen hier…“ der Junge schaute auf den Seestern in seiner Hand „macht es einen Unterschied!“

Und wenn wir nur eine einzige Seele retten, die geschunden, gequält und weggeworfen wurde, dann ist es das wert… Egal, wo… ob hier oder im Ausland… denn Tierschutz ist grenzenlos!

© Sylvia Raßloff

 

 

Unsere Hunde kennen uns so gut, wie kein anderer. Sie kennen uns in den glücklichsten und in den unglücklichsten Momenten unseres Lebens. Sie kennen unser wahres Ich. Unsere schönsten und unsere hässlichsten Momente. Sie kennen unser Innerstes ohne Maske. Unsere Schwächen, die keiner kennt. Unsere Wut. Unseren Neid. Unsere Angst. All das, was wir so gern vor anderen verbergen und was unausgesprochen bleibt. Sie nehmen es tief in uns wahr. Sie kennen uns, wenn wir nackt vor dem Spiegel stehen, kennen unseren Sex, unsere Lust, unsere Gier. Unsere tiefsten Gefühle. In deren Welt wir alle zuhause sind. Sie spüren unser Unbehagen, wenn keiner es spüren kann. Sie hören das, was wir sagen, wenn keiner uns hören kann. Sie sind es, die wissen, was hinter den Worten steckt, denn sie sind nur ein kleiner Teil der Botschaft und können niemals die ganze Wahrheit sein. Unsere Hunde wissen all das, und das ist so viel mehr, als Sprache transportieren kann und was den meisten für immer verborgen bleibt. Vielleicht ist es das, was sie uns immer wieder sagen wollen, wenn sie uns so anschauen! Dass sie uns verstehen! Wenn wir wir selbst sind!

Sie sind in unseren Familien, immer anwesend, immer freundlich, immer nett, immer da, immer bereit, uns zu schützen. Ihr größter Wunsch… dass alle glücklich sind! Ihre wichtigste Mission… die Familie zusammenzuhalten. Sie sehen alles, hören alles, verstehen alles… auch wenn sie uns oft Glauben machen, dass es nicht so ist. Nicht so sein kann… Denn Hunde sind schlichte Gemüter, fertig! Ist auch einfacher. Denn das ist die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Einem Herren und seinem Begleiter. Der stumm tut, was man ihm sagt, der mit einem Spaziergang in den Park, einem weichen Korb, Hundekeksen und belohnendem Tätscheln zufrieden und glücklich ist. Diese „Wahnsinnswedler mit dem treuen Blick“. Es gibt ein freudiges Wedeln, ein schlichtendes, ein tröstendes… ganz sanft nur, um uns zu beruhigen. Ja, sie wissen, dass wir ihre Sprache nicht verstehen und deshalb müssen sie auf diese für jeden Unwissenden offensichtlichen Ausdrucksweisen zurückgreifen, um ganz sicher zu gehen! Manchmal, ja manchmal, in den ganz innigen und emotionalen Momenten hoffen sie, dass doch etwas ankommt. Dann, wenn wir ihnen ganz tief in die Augen sehen, wenn wir weinen, verzweifelt sind und da jemand an unserer Seite ist, der uns zuhört. In diesen Momenten, in denen sie uns so anschauen und wir das Gefühl haben, dass sie uns ganz dringend etwas sagen wollen. Aber nein, das kann ja nicht sein… Weit gefehlt! Denn sie wissen alles, was in Familien und in uns vorgeht und oft versuchen sie zu retten, was zu retten ist, damit alles wieder gut wird! In ihrer Verzweiflung greifen sie auf „Fehlverhalten“ zurück, das Menschen nicht mehr übersehen können… um uns zu sagen, dass etwas überhaupt nicht stimmt! Mit uns, mit unserer Familie… Kopfschüttelnd betrachten wir sie dann, fragen uns, was in sie gefahren sein kann. Bestrafen sie, um sie auf den richtigen Weg zurückzuführen, nämlich auf den eines einfachen Hundes, der auch bitteschön so zu funktionieren hat. Manch einer landet letztendlich im Tierheim, wird abgegeben als problematischer Hund und kann uns dann nicht mehr helfen. Mission verfehlt. Problem verdrängt. Abgeschoben. Auf den Hund. Ohne zu erkennen, dass es unser eigenes Problem ist, das da im Tierheim sitzt. Tausende Hunde haben versagt, ihre Familie, ihren Menschen retten zu wollen. Haben vergeblich versucht, ihm etwas zu sagen.

Manche geben auf, manchen ist es auch egal. „Alles für die Familie!“ ist auch nicht leicht für einen Hund heutzutage. So wie für Prince, der letztendlich sterben musste und doch nur eines wollte… die Familie zusammenhalten! „Für immer, euer Prince“ erzählt die Geschichte einer Familie durch die Augen ihres Hundes. Ungeschminkt, weise und so direkt, wie Hunde nun mal sind, gewährt sie Einblicke in die Eigenheiten und Eigenartigkeiten der Menschen und ihre Probleme und „Abgründe“ in einer „ganz normalen“ Familie. Die Geschichte von Prince, die genau deswegen so oft zum Schmunzeln bringt, fesselt, berührt und lässt nachdenklich zurück, denn eines wird sich ändern … Du wirst deinen Hund mit anderen Augen sehen und es wird nicht mehr dasselbe sein, wenn er dich wieder „so“ anschaut!

© Sylvia Raßloff

“Für immer, euer Prince” Matt Haig

Für immer, euer Prince

 

Tierschutz heißt auch… immer wieder Abschied nehmen…

von den Tieren, die in ihr neues Leben reisen. Tiere, die die Tierschützer gerettet, ihnen ins Leben geholfen, eine Zuflucht gegeben und sie gesund gepflegt haben. Die Ärmsten der Armen haben sie an ihr Herz gedrückt, sind nachts bei ihnen gelegen, um die seelischen und körperlichen Wunden zu heilen, ihnen gesagt „Du bist jetzt in Sicherheit!“ und ganz langsam das Vertrauen zum Menschen wieder aufgebaut. Sie haben Wunden gepflegt, Schmerzen gelindert, getröstet und sich über jeden kleinen Fortschritt gefreut… den Tieren zu zeigen, dass das Leben etwas Wunderbares ist und für sie ein Zuhause zu finden bei Menschen, die sie lieben werden und all das fortführen, was so kostbar in ihren Händen begonnen hat. Und wenn irgendwann der Tag kommt, an dem sie sich verabschieden müssen, wissen sie, dass es gut ist, dass das Tier nun bereit ist für ein neues Leben und nun dieser Platz frei wird für eine andere Seele, die dringend Hilfe braucht… Aber es tut jedes Mal aufs Neue wieder weh… wenn die Tiere sich an sie klammern, sie anschauen mit Augen, die sagen „Ich hab dir vertraut! Warum verrätst du mich jetzt?“… Ja, ich glaube, das ist eines der schwersten Dinge im Leben eines Tierschützers und ich kann es verstehen! Und deshalb gibt es auch kein größeres Glück, als die Briefe, E-Mails und Bilder der Tiere in ihren neuen Familien zu erhalten, sie glücklich zu sehen… Dafür und für jede einzelne Seele lohnt es sich, weiterzumachen, zu kämpfen, die Tränen runterzuschlucken und nach vorne zu schauen… zu denen, die Hilfe brauchen!

Abschiedsbrief einer Pflegemama an ihren Pflegehund:

“Als ich dich das erste mal sah, da wollt ich dir helfen und hatte den Wunsch für dich einen Platz zu finden, an dem es dir immer gut geht und wo man dich liebt.

Als du zu uns kamst, hast du erst mal unser Leben auf den Kopf gestellt…du hast uns mit deinem herzerweichenden Blick und deinem immer wedelnden Schwanz sobald man dich anschaut sofort in deinen Bann gezogen und unser Herz erobert…das du uns dein Vertrauen geschenkt hast, obwohl die Menschen schon so schlecht zu dir waren hat mich stolz und demütig sein lassen, deine Freude uns gegenüber war ansteckend und das du all das, was die letzten Wochen in deinem Leben passiert ist so gut gemeistert hast, hat uns begeistert! Überhaupt hast du uns begeistert und uns so viel gegeben…Danke!

Nun ist der Tag gekommen wo wir Abschied nehmen müssen und ich hatte gehofft es wäre leichter dich in deine neue Familie zu geben, obwohl ich glaube eine wunderbare Familie gefunden zu haben, bei der du nun den Rest deines hoffentlich noch langen Lebens verbringen darfst und ich packe nun deine Rucksack…Leine und Geschirr hinein und viele Wünsche wie etwa… ganz viel Geborgenheit und Streicheleinheiten und immer ein liebes verständnisvolles Wort für Dich und ein Plätzchen das nur dir gehört und viel Auslauf und andere Hundefreunde und einen Schutzengel der dich immer begleitet und für dich da ist, wenn du ihn brauchst und und und… ich glaube der Rucksack ist zu klein…..

Machs gut…!“

© Sylvia Raßloff

P.S. Und das ist der kleine George in seinem neuen Zuhause :-)

 

Solange es TIERE gibt

auf dieser Welt…

weiß ich, dass ich nicht verloren bin.

Denn nur sie wissen,

was TREUE und Ehrlichkeit ist.

Sie geben uns jeden Tag die Kraft,

all das zu vergessen,

was der Mensch zuvor angerichtet hat.

Es gibt sie wirklich…

die ENGEL auf 4 Pfoten…

und alles, was sie dafür verlangen,

ist eine Hand, die ihnen jeden Tag zeigt,

wie WERTVOLL sie sind.

 

© Sylvia Raßloff